For centuries, brave and curious seekers have ventured into the wilderness hoping to find answers to life’s big questions. When times are tough, either personally or culturaly, even more so. The ancient quest usually involved epic journeys across faraway lands in hopes of finding that one wise sage on a mountain who can unlock the mysteries. These quests and questions were as important then as they are now.

There is good news in these days. The sage elders still exist. The ancient wisdom has been passed down and is as relevant as ever. The answers you are seeking actually already live in your DANN, and they key to unlocking then is closer than you realize.

Our quest is about an epic journey inward to tap into your own wisdom and the wisdom of the earth so you can imagine and create the next chapter of your life.

What are we questing for?

Many people are wondering when things will get back to normal. We actually have no desire to go back tot he old normal, as we believe there is a bigger opportunity before us – to design a new normal. The real potential of this moment is our ability to make different choices as we rebuild and move forward.

“To make an end is to make a beginning.
The end is where we start from.”
says T.S. Elliot.

We want to begin a movement of people who are called forward to create a new normal for ourselves and our communities that will have a lasting impact of good far into the future.

We are on a quest to understand what we want thet future to look like. What new roles could we play?

The way of questing is rooted in nature as our teacher, building upon the old Earth Wisdom teachings oft he native American people. Ths indigenous wisdom is about the role of human beings in connection with each other and nature.

Our daily lived experiences has completely shifted over the past two centuries, and more rapidly in the past several months. Human nature, at our core, has not. We are still wired by the same timeless principles of what it means tob e at our best, to live balanced lives that aloow us to reach our fullest creative potential.

We all carry the intelligences within us that are key to living a fullfilling life, but not all of  hem have been fully understood and cherished by our modern society. These intelligences are what the world and society need most now to overcome the daunting challenges facing our uncertain future.

We need to decelerate while the world around us accelerates, because we know we need to allow ourselves to sync with the rhythm of nature to connect more deeply to our true selves.

  • When was the last time you were out in nature with time to open up your senses and observe the beauty around you?
  • Are you really inspired by what you do, or do you have the feeling there’s more to living a purposeful life?
  • Aside from business meetings, when was the last time you enjoyed a meaningful conversation?
  • What are your tools and practices to center yourself and connect to your inner sources of energy?

 

While each of us is on a different life journey – and we will each walk it in our way – we share the need to turn down the volume on the outside world in order to listen more deeply to our inner voice.

We need to quest – to find new and better answers for ourselves and humanity.

 

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von Sabine Stögerer

Warum wir gerade jetzt den gegenwärtigen Moment schätzen sollten

Darf man in Zeiten wie diesen etwas anderes denken und schreiben, als über Covid-19? Ich glaube „Ja“, denn manchmal findet man Erleichterung, wenn man ein Thema aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Carpe Diem | Lebe den Tag – diese Lebensformel haben wohl alle schon mal gehört. Kürzlich habe ich im Magazin Happinez Nr. 2 2020 aber folgendes Zitat gelesen:

„Welchen Tag haben wir?“, fragte Puuh.

„Es ist heute“, quickte Ferkel.

„Mein Lieblingstag!“, sagte Puuh.

Ich musste schmunzeln und dann war klar, diese Idee greife ich auf – denn es ist eine gute Idee. Puuh und Ferkel sind die Hauptfiguren in einem Kinderbuch. Wie oft schon ist es mir passiert, dass gerade in Kinderbüchern einfache, klare Weisheiten stecken. Ich lese viel und mein Bücherregal quillt über; ich bin altmodisch und liebe immer noch das haptische Gefühl beim Lesen eines Buches. Es sind viele zum Denken anregende dabei, manche enthalten Weisheiten aus vergangen und heutigen Zeiten. Aber immer wieder merke ich, dass in der Einfachheit der große Schatz verborgen ist. Nun auch das ist keine neue Weisheit. Fast alles wurde schon gedacht, geschrieben, gesagt und auch gleich von anderer Seite dementiert.

Wie aus einem Plan Realität wird

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle über das Älterwerden schreiben. Über Generationen Management und all die wertvollen Erkenntnisse, die wir bereits für die Generation der Senioren haben. Mein Wunsch war es über „Active Wisdom“ zu berichten, um meine Erfahrungen zu teilen und so deine Neugierde dafür zu wecken. „Active Wisdom, an inquiry into elderhood“ ist eine wunderbare Möglichkeit die Lebensphase des „Elderhood“ zusammen mit Gleichgesinnten zu ergründen.

Was bedeutet Elderhood

Elderhood wird im Englischen verwendet und ist für mich eine charmante Titulierung einer Lebensphase. Den Begriff die Alten mag ich persönlich nicht so gern, die Ältesten überzeugt mich auch nicht, die Weisen ist bei uns noch nicht so geläufig, mit Senioren kann ich mich derzeit anfreunden. Den Titel Senior bekommen im Berufsleben die, die Verantwortung übernehmen und genug Wissen/Erfahrung und manchmal auch Weisheit haben. Wenn es aber um Active Wisdom geht, verwenden Michael und ich den Begriff Elderhood.

Was ist Active Wisdom

Wenn du mehr dazu wissen willst, dann findest du eine Beschreibung hier unter „Active Wisdom“. Die nächste Reise beginnt in Kürze im Juni 2020. Derzeit wird das Programm in Englisch durchgeführt und hat dadurch den Charm, dass du dich mit Menschen verschiedener Herkunft austauschen kannst. Wir arbeiten aber auch schon intensiv an einer Version für den deutschen Sprachraum – das wollen wir noch in 2020 anbieten – wir halten dich gerne dazu am Laufenden.

Präsent sein, was bedeutet das

„Heute ist mein Lieblingstag“ bedeutet auch präsent zu sein, jeden Moment bewusst zu erleben. Das kam mir in den Sinn, als ich diesen Artikel zu schreiben begonnen habe. Besonders in der Phase des Elderhood beginnen wir uns mit der Qualität des Lebens zu beschäftigen. Die Sehnsucht nach einem „guten Tag“, nach Lebensqualität und somit nach einem „Lieblingstag“ ist jedoch für alle Generationen ein Thema, unterscheidet auch nicht zwischen Geschlecht, Alter, Kultur, Herkunft, Hautfarbe, Größe, Bankkonto. Deshalb passt es so gut zu meinem heutigen Plan.

Was kann ein erster Schritt sein

Wenn heute mein Lieblingstag ist, dann könnte ich für einen Tag lang vergessen, was mich so beschäftigt; die vielen Fragen, Zweifel, Sorgen und Ja, aber. Dann ist heute auch egal, ob ich irgendeine Zahl + bin (in meinem Fall 58+).

 

Die Frage ist also, was kann ich tun, damit „Heute, mein Lieblingstag“ wird?

Ich kann mir natürlich auch die Frage stellen, was hält mich davon ab, dass „Heute, mein Lieblingstag“ wird?

 

Von Rüdiger Dahlke habe ich kürzlich sinngemäß gehört, dass unser Erfolg (etwas zu tun oder zu ändern) davon abhängt, wie mächtig unsere Ausreden sind. Wer kennt das nicht, angefangen mit den Neujahrsvorsätzen und endend mit der „Morgen ist auch noch ein Tag“ Philosophie.

Ab jetzt kannst du dich gerne selbst beobachten und an jeder Stelle, an der ein „Aber“ in deinem Kopf zu schreien beginnt, kurz LÄCHELN!

Was hältst du davon, wenn du gleich am Morgen in dich reinhorchst und fühlst wir es dir „Heute“ geht. Leider klappt das nicht am Vorabend, denn da ist „Heute“ ein anderes heute. LÄCHELN!

Für die „Heute-Methode“ ist es ganz wichtig zu wissen wie ich mich fühle. Denn nur wenn ich mir bewusst mache wie ich mich fühle, kann ich dafür sorgen, dass „Heute, mein Lieblingstag“ wird. Hier braucht es den Body-Mind-Soul Check. Nur wenn ich meinen „Betriebszustand“ kenne, kann ich meine „Betriebstemperatur“ so verändern, dass einem Lieblingstag nichts mehr im Weg steht.

Warum? Wirst du dich vielleicht fragen. Begriffe wie Disziplin, Loyalität, innerer Schweinehund drängen sich sofort auf und jetzt wieder LÄCHELN!

Ganz einfach, wenn ich munter werde und schlecht geschlafen habe, braucht es vielleicht nicht nur 3 Tassen Kaffee, um fit zu werden. Vielleicht gönne ich mir etwas Zeit an der frischen Luft, atme tief aus und ein, damit auch mein Körper fit wird, nicht nur der Kreislauf.

Wenn ich Hunger verspüre, sollte ich Zeit für ein Frühstück finden und wenn ich keinen Hunger verspüre, sondern Tatendrang, dann kann ich gleich loslegen.

Vielleicht klingt das für dich gerade sehr trivial, doch so oft habe ich erkennen können, dass es genau an dieser Stelle beginnt, wenn man Veränderungen in sein Leben holen will. Tu dir selbst Gutes, achte auf dich und deine Bedürfnisse, erlaube dir kleine Schritte auf dem Weg der Veränderung. Dann ist der Anfang für „Heute, mein Lieblingstag“ schon gemacht

Wenn ich deine Lust für Lieblingstage geweckt habe, bin ich für heute schon zufrieden.

Wenn du mir dazu schreiben möchtest, würde mich das sehr freuen. Auch habe ich vor, zu diesem Thema bald wieder etwas zu sagen, denn es gibt noch so viel zu teilen. Doch für heute ist es mal genug.

Herzlichst

Sabine
SongBird Says

Sabine Stögerer, ist Mutter eines erwachsenen Sohnes und lebt in Krems/Donau. Sie gehört mittlerweile zu den „Baby-Elders“ (geb. 1961) und begleitet Menschen auf ihrer Reise durchs Leben. Reichlich Erfahrung mit Menschen konnte sie jahrelang als Human Resources Verantwortliche sammeln. Die notwendige Ausrüstung als Reisebegleiterin hat sie sich in vielen Ausbildungen und Kursen angeeignet. Aktuell ist sie Teil des Active Wisdom Teams.

www.songbirdsays.at – Your compass through life – is coming soon

 

 

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Wie wir Veränderungen meistern können

 

Gerade in Zeiten von Krisen scheinen die Ideale der Industriellen Revolution für mehr Fortschritt, mehr Entwicklung und mehr Wohlstand für viele Menschen nicht mehr relevant zu sein, aber wir haben Schwierigkeiten, sie loszulassen. Aber wenn wir im 21. Jahrhundert überleben wollen, müssen wir unsere Prioritäten überdenken.

Gerichtete Energie bewirkt Veränderung, oder wie das alte schamanische Sprichwort sagt: „energy flows, where attention goes“ – Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Integrität bedeutet zu erkennen, dass unsere Entscheidungen Konsequenzen mit sich gebracht haben, und dass wir der Verantwortung für die Folgen nicht entgehen können.

Indigene Kulturen haben längst erkannt, dass die einzige Konstante der Wandel ist und dass das Prinzip der Interdependenz überlebenswichtig ist. Unter den indigenen Völkern sind Medizinmänner und Medizinfrauen, Häuptlinge, Älteste, Schamanen, Lehrer und Seher die „Meister der Veränderung“. Die schamanischen Traditionen, die von indigenen Völkern auf der ganzen Welt praktiziert werden, erinnern uns daran, dass Menschen seit Jahrhunderten die Weisheit der Natur und des Rituals nutzen, um Veränderungen und Lebensübergänge zu unterstützen, anstatt Lebensprozesse zu ignorieren oder zu verweigern, wie wir es oft tun.

Egal in welcher Welt wir jetzt leben bzw. leben werden, wir sind alle Menschen der Erde, die durch unsere gegenseitige Menschlichkeit miteinander verbunden sind. Wenn wir auf erdverbundene Völker hören, hören wir auf unser ältestes Selbst. Indigene Kulturen unterstützen Wandel und Heilung, Übergang und „Rites of Passage“, durch mythische Strukturen und durch die Eingliederung von Kunst, Wissenschaft, Musik, Ritual und Theater in das tägliche Leben. Jede Kultur der Welt hat Gesang, Tanz und Geschichtenerzähler, und das sind Praktiken, zu denen wir alle Zugang haben. Wir haben auch Zugang zu den „4 Schilden der Balance“, vier inneren Archetypen, die als Blaupausen für menschliches Verhalten dienen und die in der mythischen Struktur von Gesellschaften auf der ganzen Welt vorhanden sind.

Auf vierfache Weise leben

 

Großvater, großer Geist, du hast die Kräfte der vier Viertel der Erde dazu gebracht, sich zu kreuzen. Du hast mich dazu gebracht, den guten Weg und den Weg der Hindernisse zu gehen, und wo sie sich kreuzen, ist der heilige Ort. Tag ein, Tag aus, für immer, du bist das Leben der Dinge.

Black Elk, Oglala Sioux

 

Praktisch alle schamanischen Traditionen nutzen die Kraft von vier Archetypen, um in Harmonie und Balance mit unserer Umwelt und unserer eigenen inneren Natur zu leben. In der Tradition der „Earth Wisdom Teachings“ werden diese auch die „4 Schilde der Balance“ genannt und sind den vier Hauptrichtungen im Medizinrad zugeordnet:

Osten – Der Schöpfer (Creator)

Westen – der Unterstützer (Nurturer)

Süden – der Forscher (Explorer)

Norden – der Krieger (Warrior)

 

Weil jeder Archetyp auf den tiefsten mythischen Wurzeln der Menschheit aufbaut, können auch wir diese Weisheit nutzen. Wenn wir lernen, diese Archetypen in uns selbst zu leben, werden wir beginnen, uns selbst und unsere fragmentierte Welt zu heilen.

Der Schild des Schöpfers

Element Feuer, Freiheit, Kreativität, Lebenskraft, Leidenschaft

Dieser Schild verhilft uns dazu, uns von Dogmen und starren Vorstellungen freizumachen und bestehende Ansichten und Hypothesen aus dem Weg zu räumen, damit wir in Momenten der kreativen Erkenntnis und des kollektiven Durchbruchs das „Neue“ entdecken können.

In dieser Himmelsrichtung wird in uns und in anderen ein kreatives Feuer angezündet, das uns mit den Ressourcen ausstattet, um andere zu inspirieren und uns selbst inspirieren zu lassen; um Unterschiede zu sehen und zu würdigen; um spielerisch und leidenschaftlich zu handeln; um in jeder neuen Situation eine neue Bedeutung zu finden; um die Kraft unserer Vorstellung zu nutzen; um Fehler frühzeitig zu erkennen und um laterale Denkmuster in Gang zu setzen.

Fragen zur Reflexion:

– Was lässt mein inneres Feuer hell brennen?
– Bin ich mit der Einzigartigkeit meiner selbst in Berührung?
– Was inspiriert mich? Wofür brenne ich leidenschaftlich?
– Wie drücke ich meine Kreativität aus?

Der Schild des Unterstützers

Element Erde, Balance, Körper, Fürsorge, Wohlbefinden, Pflege, Entwicklung, Wachstum

Dieser Schild kommt unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden zugute, lässt uns auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen achten, wandelt Andersartigkeit in kreative Beziehungen um und zieht die Einheit der Getrenntheit vor. In diesem Zustand erinnern wir uns daran, dass wir uns selbst, unserer Beziehungen, unsere Gemeinschaften und unsere Kulturen kontinuierlich pflegen müssen, und zwar indem wir unsere Energiereserven auffüllen; genügend Zeit für die persönliche Entwicklung lassen, begreifen, dass das Leben eine Lernerfahrung ist; offenes und ehrliches Feedback geben und annehmen; und Strukturen gestalten und Mechanismen organisieren, die Wachstum und Langlebigkeit unterstützen und fördern.

Fragen zur Reflexion

– Wie gut sorge ich für mich selbst?
– Wie steht es um mein Wohlbefinden, um Bewegung, Ernährung, Schlaf?
– Worauf sollt ich in meinem Leben besser achten?
– Was ist in meinem Leben aus dem Gleichgewicht geraten?

Der Schild des Forschers

Element Wasser, Entdecker, kleines Kind, Vertrauen, Emotionen, Neugierde, Abenteuer

Dieser Schild stachelt unsere Neugierde an und lässt uns voller Vorfreude auf unbekanntes Terrain vorstoßen und mit einem Gefühl staunender Ehrfurcht durch die Welt gehen. In dieser Himmelsrichtung wird in uns, in anderen und in unserer Organisation der Abenteuergeist geweckt.

Dies beruht auf: einer vertrauensvollen, offenen Atmosphäre; der Qualität unserer Beziehungen; einem rigorosen und disziplinierten Zustand der Bereitschaft; einer emotionalen Resilienz, die uns auch bei Unsicherheit und Problemen eine kreative Arbeitsweise ermöglicht; einer Fähigkeit, Unbeständigkeit und Mehrdeutigkeiten zu akzeptieren; und einer Fähigkeit, auf dem schmalen Grat zwischen Kraft und Wagnis entlang zu balancieren.

Fragen zur Reflexion:

– Welche neuen Dinge entdecke ich in meinem Leben?
– Kann ich mich vertrauensvoll auf Neues und Unbekanntes einlassen?
– Gibt es Neues, Mysteriöses und Wunder in meinem Leben?
– Bin ich neugierig darauf, das Unbekannte zu betreten?

Der Schild des Kriegers

Element Luft, Klarheit, Aktion, Verbindung Herz-Verstand, Strategie, Ressourcen, Entscheidung

Mit diesem Schild ist klares, schnelles und entschlossenes Handeln möglich. Wir können unsere Fähigkeit nutzen, uns und andere zu mobilisieren, indem wir: die strategischen Absichten klarstellen und Stillstand überwinden; Intellekt und Gefühl ausrichten und integrieren; uns an veränderliche Zusammenhänge und Szenarios anpassen; unsere jeweilige Andersartigkeit ausnutzen; innovative Wege in die Zukunft gestalten; die nächsten Schritte klar und deutlich kommunizieren; überraschende Ergebnisse erzielen; und die Menschen dazu ermutigen, Dinge zu tun, die sie sich nie zugetraut hätten.

Fragen zur Reflexion:

– Kann ich klare Entscheidungen treffen, mit Verstand und Herz?
– Kenne ich meine Ressourcen?
– Entwickle ich Strategien für meine Projekte/Intentionen?
– Kann ich klar und entschlossen handeln?

Die Praxis der 4 Schilde

Auch wenn diese vier Archetypen in den meisten schamanischen Traditionen betont werden, ist es wichtig zu verstehen, dass sie universell und für die gesamte Menschheit zugänglich sind, unabhängig von Kontext, Kultur und Praxis.

In unserer Gesellschaft manifestieren wir den Schild des Schöpfers durch unsere persönliche Kreativität aus, und durch unsere Fähigkeit, unsere Lebensträume und Visionen in die Welt zu bringen. Wir manifestieren den Schild des Unterstützers durch unsere Einstellung zur Erhaltung unserer eigenen Gesundheit und der Gesundheit unserer Umwelt aus. Wir manifestieren den Schild des Forschers durch unsere Neugierde und durch die Gestaltung vertrauensvoller Beziehungen. Wir manifestieren den Schild des Kriegers in unserer Führungsfähigkeit und unserer Klarheit und Entschlossenheit.

Wir können die 4 Schilde der Balance in unserem täglichen Leben sowohl als Diagnose-, als auch als Aktivierungs-Tool einsetzen. Wir können uns jeden Tag fragen, ob die Qualitäten der 4 Schilde in Balance sind und uns, speziell in schwierigen und herausfordernden Situationen, fragen, welche der Qualitäten gerade am meisten gebraucht wird.

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Zeit der Verlangsamung und Verbindung mit Mutter Erde

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis uns unsere Seelen wieder eingeholt haben.
Indianische Weisheit

Mit dem ersten Schnee treten wir in die kalte Jahreszeit ein. Und mit Ende November sind wir in die sogenannte „Kiva Zeit des Träumens“ eingetreten. Auf die alte Weise ehrten die Menschen das Gleichgewicht in allen Dingen. Sommer ist die Zeit der lebendigen Aktivität. Winter ist die Zeit der vollkommenen Stille. Die süße und sanfte Dunkelheit des Winters kommt auf uns zu. Der Winter ist eine energetisch weiche und ruhige Zeit, in der sich der nächste Zyklus unseres Lebens darauf vorbereitet, geboren zu werden. Wenn wir ruhig werden und wirklich hinhören, eröffnet sich uns ein Blick in unsere Zukunft…

Was bedeutet Kiva?

Kiva, Verbindung mit Mutter Erde

Kivas waren architektonisch einzigartige Räume oder Strukturen, die von den amerikanischen Ureinwohner gebaut wurden, zeremonielle Räume, in die die Menschen eintreten konnten und für die Winterzeremonie in völliger Dunkelheit in ihrer Traumzeit sein konnten.

Die vier Kiva Monde vom 21. November bis 21. März erinnern uns daran, uns nach innen zu kehren und zu verlangsamen. Während wir am Feuer sitzen und Geschichten aus diesem vergangenen Zyklus erzählen, sollten wir drangehen, das loszulassen, was wir nicht mehr brauchen. Dies ist der Schwerpunkt des ersten Kiva Moon bis zum 21. Dezember.

Nehmen Sie sich Zeit, an einem ruhigen Ort oder in der Natur, und reflektieren Sie über folgende Fragen:

Was möchte ich loslassen?
Das können alte Verhaltensmuster sein, schlechte Gewohnheiten, aber auch materielle Dinge.

Wir schauen aber auch auf das Gute im vergangenen Jahr zurück, auf die „Ernte“, die wir eingefahren haben. Auf jene Dinge und Erfahrungen, die uns bereichert haben und uns wachsen ließen.

Was ist meine „Ernte“ des vergangenen Jahres?
Worauf bin ich stolz? Was hat sich zum Positiven verändert? Welche Samen, die ich gepflanzt habe, sind aufgegangen?

Letztlich geht es darum, die Intensität des Lebens von Sommer und Herbst zu reduzieren. Es ist eine Zeit, um dankbar zu sein für alles, was uns das Leben in diesem letzten Zyklus angeboten hat.

Warum ist Träumen wichtig?

Loslassen vom Alten

Unser menschliches Leben erfordert so viel, dass wir feststellen, dass unsere Verantwortung wächst und nur sehr wenig Zeit zur Verfügung steht, um zu reflektieren, zu überprüfen und uns zu fragen, was wir wollen. Die Zeit zum Nachdenken ist das, was am meisten gebraucht wird, um die Geschäftigkeit, den Stress und die Herausforderung unseres Lebens auszugleichen. Die Kiva ist eine Zeremonie mit der Mutter Erde, wo wir tiefer in uns selbst eindringen und träumen…

Mit unseren Träumen pflanzen wir aber auch die Samen für den nächsten Zyklus unseres Lebens, für das kommende Jahr.

So wie die Samen im Boden der Mutter Erde ruhen, halten wir Menschen die Samen der Zukunft in unseren Herzen. Und da keiner von uns zufällig hier ist, ist dies die Zeit, unseren Traum von uns selbst zu erneuern, und den Traum von der Zukunft, den wir die unsere nennen.

Diese uralte Praxis hilft jedem von uns, sich zu heilen, zu erneuern und anzupassen, um auf unserem Weg bewusst voranzukommen. Die Träume, die jeder von uns trägt, sind wichtig. Sie repräsentieren die Sehnsucht unseres menschlichen Geistes nach Offenbarung.

In der Tradition der Earth Wisdom ist die Kiva-Traumzeit eine Zeit der Stille des Geistes – Zeit nehmen, um sich nach innen zu wenden, zur Stille und zum eigenen Kern. Eigentlich ist es das, wonach sich unser Geist sehnt, einfach in der Stille zu sein und zu reflektieren, zu heilen und zu träumen. Das Träumen ist wichtig, denn der Traum vom Leben entfaltet sich immer, ähnlich wie der Samen unter dem Schnee, der auf das Erwachen des Frühlings wartet. In der Kiva-Zeit sind wir in Harmonie mit dem Zyklus der Erde und erlauben uns, durch unsere Träume, durch Visualisierung und unserer Absicht das Neue ins Leben zu rufen.

Diese Energie der Absicht ist eine wichtige Eigenschaft für unser Geschenk ans Leben, das, was wir zurückgeben wollen. In dieser Zeit des Wandels ist es wichtig, nicht einfach abzuwarten, was das Leben uns bringt oder was andere tun.  Vielmehr ist es wichtig, in uns selbst zu schauen, was wir in unser Leben bringen wollen, was sich manifestieren soll. Es ist wichtig, sich im Detail vorzustellen, wie diese Veränderungen aussehen, als ob sie bereits stattfinden – sie zu spüren und zu spüren, was sie von uns selbst verlangen. Die Dinge können zu dir kommen, als Gelegenheit, und du kannst mit Offenheit und Flexibilität reagieren.

Welche Samen pflanze ich fürs kommende Jahr?
Was soll sich in meinem Leben manifestieren?

Ich selbst nehme mir jedes Jahr eine persönliche „Kiva-Zeit“ von 2-3 Tagen, ziehe mich zurück in unsere Almhütte, verbinde mich mit der Natur, reflektiere und träume…

Immer wieder biete ich auch eine 3-tägige „Kiva-Ceremony“ an, um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam „zwischen die Zeiten“ zu begeben. Im Flyer unten finden Sie mehr Informationen dazu. Nehmen Sie doch einfach Kontakt mit mir auf, ich erzähle Ihnen gerne mehr…

Kiva, Zeit zum Innehalten, Reflexion, Träumen, Besinnung

Ich erkannte, dass sie die Stille nötig hatten, denn nur in der Stille kann die Wahrheit eines jeden Wurzeln schlagen und Früchte tragen.
Antoine de Saint Exupery

Wie führe ich mich selbst?

 

SSich selbst steuern zu können ist der Ursprung für allen beruflichen und persönlichen Erfolg. Wer sich selbst führt, der lebt sein eigenes Leben und nicht das anderer. Führung ist daher zuallererst Selbstführung. Andere wirksam zu führen bedarf hoher innerer Klarheit und authentischen Handelns. Erkennbare Selbstführung schafft ein hohes Maß an Vertrauen bei Menschen, was wiederum die Basis ist, um sich führen zu lassen.

Was bedeutet „persönlicher Backbone“?

“Backbone” ist das englische Wort für Rückgrat, also für das tragende Element unseres Knochengerüsts. Hier haben alle größeren Bewegungen ihren Ursprung. Ohne eine gesunde Wirbelsäule sind Bewegungen entweder schmerzhaft – oder nicht möglich. Wenn wir dieses Bild des Rückgrats auf unser Leben übertragen, dann stellt der persönliche Backbone das tragende Element dar, auf dem wir unser Dasein tagtäglich aufbauen.

Wie finde ich zu mehr Klarheit und Orientierung?

Der Backbone Prozess ist intensive Arbeit an der eigenen Persönlichkeit. Er ist eine dreitägige „Entdeckungsreise“, auf der wir herausfinden, was für uns, unser Leben und unseren Beruf wirklich bedeutsam und sinnstiftend ist. Im Rahmen des Prozesses werden folgende aufeinander aufbauende Leitgedanken bearbeitet:

      1. Historie: Welche wichtigen Erfahrungen haben mein Leben geprägt?
      2. Standortbestimmung: Was sind meine Stärken und Schwächen? Wofür stehe ich?
      3. Berufung: Was ist mein Beitrag zu dieser Welt, meine Bestimmung? Was sind die für mich bedeutsamen Werte?
      4. Ambition: Wo liegt meine Zukunft, was ist mein Traum, was will ich erreichen?
      5. Mein Weg: Wie überwinde ich Barrieren und gestalte ganz konkret das nächste Kapitel meines Lebens? Mit welchen Verhalten sabotiere ich mich immer wieder selbst?

Resultat der Entdeckungsreise ist ein tieferes Bewusstsein des eigenen Wesens und ein Verständnis unserer inneren Dynamiken. Dazu haben wir Strategien erarbeitet, anhand derer wir in unserem Alltag unsere persönlichen Ressourcen effektiv, zielorientiert und nachhaltig für unsere Berufung einsetzen können. Damit können wir auch unter schwierigen äußeren Bedingungen authentisch und kongruent nach unseren Werten handeln. Wir haben unseren inneren Kompass entwickelt, finden zu mehr Klarheit und Orientierung.

Für wen ist der Prozess besonders geeignet?

Die Teilnahme am Self Leadership Backbone Prozess eignet sich besonders für Menschen, die:

  • sich in einer persönlichen oder beruflichen Um- oder Neuorientierung befinden
  • persönliche Entwicklungsprozesse anstoßen und ihrem Leben Richtung geben wollen
  • ihren persönlichen Fokus und damit einhergehend Klarheit für ihr Leben entwickeln wollen
  • ihre (berufliche) Bestimmung erkennen und ihr Leben danach ausrichten wollen
  • sich mit ihrem Lebensweg auseinandersetzen wollen
  • Antworten auf die für sie wirklich wichtigen Fragen finden wollen
  • ihrer Verantwortung für sich oder andere Personen stärker gerecht werden wollen
  • in einer Umbruchphase ihre eigene Situation klären und zu sich finden wollen

Dr. Michael Paula

Berater und Coach, Earth Wisdom Guide (Ehama Institute, New Mexico)

Unser Verstand ist ein mächtiges Instrument. Geschult und trainiert von klein auf hilft er uns unsere Tagesgeschäfte zu verrichten, Probleme lösen, Urlaube zu planen und im Supermarkt einzukaufen (obwohl da auch manchmal unser Bauch mitentscheidet).

Wir verlassen uns in den meisten Situationen auf unseren Verstand, wir sind stolz auf unsere intellektuellen Fähigkeiten. Aber wenn es um wichtige Entscheidungen geht, lässt uns unser Verstand oft im Stich und wir müssen akzeptieren, dass uns oftmals nicht genug Informationen zur Verfügung stehen, dass es unserem „Computer“ an zuverlässigen Daten mangelt, um logische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was tun wir dann? Wir verlassen uns auf unser Gefühl, hören auf unseren Bauch und fühlen uns dabei oft unwohl. Dabei haben wir nur vergessen, dass wir über viel mehr Fähigkeiten verfügen, um zu „wissen“, dass wir diese unterdrücken oder besser verlernten Fähigkeiten nur wieder trainieren und ihnen vertrauen müssen, um bessere Entscheidungen zu treffen und kreativere Lösungen für unsere Probleme zu finden.

Ein Teil unserer Arbeit mit Klienten ist, sie auf jene Weisen des „Wissens“ hinzuweisen und es sie erfahren zu lassen, die jenseits unseres Verstandes liegen.
Wir unterscheiden dabei

„Four Ways of Knowing“ – 4 Wege des Wissens

  • Intuitives Erkennen und Wissen
  • Empfinden und emotionales Wissen
  • Fühlen und körperliches Wissen
  • Denken und kognitives Wissen

Intuitives Erkennen und Wissen

Intuitives Erkennen und Wissen bedeutet, uns Wahrnehmungen jenseits unserer fünf Sinne zu öffnen und dabei auf Einsichten oder Ideen zu achten, die oft spontan und unerwartet auftauchen. Intuition ist eine wertvolle Quelle für Informationen und eine Fähigkeit, die jeder lernen und entwickeln kann – indem wir z.B. auf Bilder, Träume, Symbole und Vorahnungen achten.

Empfinden und emotionales Wissen

Emotionales Wissen beschreibt das Erkennen und Wissen, dass wir durch unsere Gefühle und Emotionen erlangen. Sie sind eine mächtige Quelle für Informationen, die unsere eigenen Reaktionen betreffen, über andere Menschen und über das, was rund um uns passiert.

Fühlen und körperliches Wissen

Körperliches Wissen ist jenes, das wir durch unsere Körper erlangen. Wenn wir auf unsere körperlichen Empfindungen im gegenwärtigen Augenblick achten, können wir nützliche Informationen über uns selbst, andere Menschen und unsere Umgebung empfangen. Die Neurowissenschaften bestätigen, dass wir unsere Fähigkeit zu erkennen und zu wissen erweitern können, wenn wir lernen, auf unsere Sinne und unseren Körper zu hören. Dadurch können wir auch die Qualität unserer Beziehungen und unser Wohlbefinden erhöhen.

Denken und kognitives Wissen

Beim Denken liegt der Schwerpunkt auf unseren mentalen, intellektuellen und kognitiven Fähigkeiten. Diese sind besonders nützlich, wenn es darum geht, Ereignisse und Erfahrungen zu interpretieren, Daten zu analysieren und logische Abläufe zu planen. Die Ausbildung in unseren Schulen und Universitäten, ebenso wie professionelles Training, bevorzugen kognitives Wissen – manchmal auf Kosten und zum Nachteil der anderen Wege des Wissens.

Wir haben gelernt, unser Denken sei wichtiger als unser Fühlen. Andererseits brauchen wir nur unsere Fähigkeit des Fühlens und Spürens entwickeln – ohne immer über alles nachzudenken und uns gar zu sehr auf das zu stützen, was wir mit den Augen sehen oder mit dem Verstand begreifen.
In unserer stark rationalen, technologiegeprägten Zeit ist es eine große Herausforderung, unseren Gefühlen, Intuitionen und Imaginationen wieder zu trauen.

Oder wie ein altes Sprichwort lautet:

„The mind is a good servant but a bad master“

Ich möchte jetzt gar nicht darauf eingehen, wohin uns unsere geistigen Fähigkeiten gebracht haben – im Positiven wie im Negativen. Aber unsere anstehenden Probleme werden wir nicht mehr nur mit unserem Intellekt lösen können. Oder wie Einstein sagte:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“

Wie entfalte ich die Magie des Augenblicks …?

Stellen Sie sich vor, jeder Augenblick ist eine Verpackung für Empfindungen und Wahrnehmungen, die ein magisches Geschenk für Sie bereithalten. Es handelt sich dabei um das Geschenk der Gegenwart. Sie haben die Wahl, dieses Geschenk auf dem Stapel „Vergangenheit“ abzulegen oder es für später auf dem Stapel „Zukunft“ aufzubewahren. Wenn Sie allerdings Zugang zur besonderen Kraft des gegenwärtigen Augenblicks haben, können Sie das Verpackungspapier wegreißen und das Geschenk sofort in Empfang nehmen.

Wie alle schönen Geschenke ist das Geschenk des Augenblicks ein sehr schlichtes. Sein Wesen liegt in der Wertschätzung. Allmählich gelingt es uns, die Schönheit, die uns umgibt, das Besondere in unseren Freunden und Kollegen zu schätzen. Und schlussendlich, wenn wir besonders viel Glück haben, fangen wir sogar damit an, uns selbst zu schätzen …

Die ersten beiden Absätze sind dem Buch „The Way of Nowhere: 8 Questions to Release Our Creative Potential“ entnommen und beziehen sich darauf, wie wir präsenter werden können, ganz im Hier und Jetzt zu sein, das kreative Potenzial freizusetzen, das zwischen uns und allen Dingen existiert. Dieser Raum ist voller Potenzial – Potenzial für neue und tiefere Beziehungen, Potenzial für neuartiges Lernen und neue Einsichten und Potenzial für neue Ideen und Wege in die Zukunft.

Die Fähigkeit, die Magie des Augenblicks zu entfalten, bildet auch das Herzstück jeglicher unternehmerischer Kreativität. Sie hilft uns, die Pfade unserer vorgefassten Meinungen zu verlassen und schafft Platz für Neuerungen. In diesem höheren Zustand erreichen wir auch neue Ebenen der Wertschätzung füreinander und für uns selbst. Ohne diese Bewusstheit und gesteigerte Aufmerksamkeit verpassen wir häufig jene entscheidenden inspirierenden Momente, die zu neuen Einsichten und Durchbruchslösungen führen.

„To see a world in a grain of sand and a heaven in a wild flower, hold infinity in the palm of your hand and eternity in an hour“ (William Blake)

Dieses berühmte Zitat des englischen Dichters und Künstlers William Blake weist auf die Essenz dieser Quelle hin, uns und unsere Fähigkeit, die Magie jedes einzelnen Augenblicks zu entfalten. Wir alle tragen diese Fähigkeit in uns – und über den Weg der Achtsamkeit können wir lernen, Verantwortung dafür zu übernehmen, hier auf dieser Welt zu sein. Durch diese Fähigkeit lernen wir Kreativität als „Bewusstsein [kennen], das aus der kreativen Spannung zwischen den Möglichkeiten und Begrenzungen entsteht“.

Achtsamkeit ist entspannte Aufmerksamkeit

Achtsam sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und „das ganze Bild“ aufnehmen. Achtsamkeit ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B. gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also nicht auf Bekanntes beziehen können.

In seinem Blog-Artikel „Warum Führungskräfte Achtsamkeit bei ihrer Arbeit brauchen“ beschreibt Roland Kopp-Wichmann sehr schön die verschiedenen Facetten und positiven Auswirkungen von Achtsamkeit und gibt auch praktische Hinweise, was vor allem Führungskräfte tun können, um bei ihrer Arbeit achtsamer zu sein.

Die innere Stille erleben

Zurück zum gegenwärtigen Augenblick, zurück ins Jetzt – eines der besten Bücher zu diesem Thema ist der Bestseller von Eckhart Tolle „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ Aus dem Buchumschlag: Wer das „Leben im Jetzt“ praktiziert, verändert damit seine Wahrnehmung der Welt von Grund auf: Stück für Stück lösen sich die aus unserer persönlichen Vergangenheit stammenden psychologischen Muster auf… Wir gewinnen an Lebendigkeit und Frische, das tägliche Leben mit all seinen kleinen und großen Herausforderungen gelingt besser. Mühelosigkeit und Leichtigkeit stellen sich ein.

In vielen alten Weisheitslehren ist das Leben im „Jetzt“ der ultimative Seinszustand und wird oftmals mit Erleuchtung gleichgesetzt. „Bless the presence“ heißt es in der Huna-Tradition der hawaianischen Schamanen. Den „inneren Dialog“ anhalten ist das Ziel der toltekischen Lehren des Don Juan (siehe die Bücher von Carlos Castaneda). Auch bei der Methode der „Quantenheilung“ von Frank Kinslow geht es im Kern darum, „in den heilsamen Zustand des reinen Gewahrseins zu gelangen“.

Die Energie der Präsenz

Manche Menschen verfügen von Natur aus über diese Fähigkeit, andere lernen, sie zu entwickeln. Einige Zweige der Psychotherapie sowie Beratungs- und Coachingarbeit bieten wirksame Methoden, um diese Fähigkeit zu erhöhen. Menschen, die diese Fähigkeit vervollkommnet haben, besitzen eine auffallende Anziehungskraft, da sie hinter die Kulissen des Lebens blicken können. Sie lassen sich nicht so stark von der Form der Dinge beeindrucken, wie der Rest von uns. Worte, Handlungen oder Verhaltensweisen können sie nicht ablenken oder in die Irre führen.

Hinter diesen Äußerlichkeiten liegt unser eigentliches Selbst, unser wahrer Kern. Wer wirklich präsent ist, ist sich seines wahren Wesens um vieles bewusster und nimmt dies auch bei den Menschen in seinem Umfeld wahr. Wer im gegenwärtigen Augenblick lebt, achtet darauf, wie es den anderen geht und wie die Beziehungen untereinander verlaufen. Die Einfühlsamsten können mittels ihrer Fertigkeit und Empathie benennen, was sie sehen und so einen Ausgleich zwischen der Form und dem wahren Wesen schaffen.

Wir alle haben das Potenzial, uns in die Menschen in unserem Umfeld soweit einzufühlen, dass wir ihre Gefühle fühlen und ihre Gedanken denken können. Wir können lernen, einander so zuzuhören, als würden wir einem Teil unsers Selbst zuhören. Wenn diese Fähigkeit vollends zum Tragen kommt, kann das zutiefst verblüffend sein, ja beinahe mystisch wirken.

Die rationalen, analytischen Informationen, die unsere Wahrnehmung beherrschen (wenn wir es zulassen), sind ungeheuer wertvoll. Dennoch müssen wir, um tatsächlich unter die Oberfläche des Lebens zu schauen, ein Gleichgewicht zwischen dem Rationalen und der Intuition herstellen. Der Schlüssel dazu liegt in unserer Wahrnehmungsintelligenz. „Wahrnehmungsintelligenz“ bezeichnet unser Bewusstsein dafür, was über unsere fünf Sinne vor sich geht – was wir sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Wir verfügen auch über andere, feinere Sinne, die die Wahrnehmung des Augenblicks bereichern können – etwa die Art, wie sich unsere Haut anfühlt, die starken inneren Rhythmen unseres Herzschlags und Pulses, unsere Selbstwahrnehmung, wenn wir uns durch Zeit und Raum bewegen, oder das Gefühl für unser inneres Selbst.
Im Gegensatz zu unserer rationalen Intelligenz basiert unsere Wahrnehmungsintelligenz definitionsgemäß auf dem Hier und Jetzt. Wir sehen jetzt, wir hören jetzt, wir schmecken jetzt. Während wir lernen, uns auf jene Informationen zu konzentrieren, die durch unsere Sinne auf uns einwirken, können wir einen Ausgleich zwischen dem Analytischen und dem Wahrnehmenden herbeiführen und Raum für unsere Intuition schaffen.

Dazu müssen wir unseren inneren Dialog zum Stillstand bringen, jenes unaufhörliche innere Geschwätz, das uns dazu verleitet, alles was wir denken oder fühlen, mit dem zu verwechseln, wer wir wirklich sind. Wenn wir darüber Kontrolle übernehmen und Ruhe in uns selbst finden, haben wir Zugang zu einer tieferen Quelle des Glücks – einer Quelle, die unser leuchtendes Selbst erhellt.

Das Wort Quest (auf deutsch: Suche, aus dem altfranzösischen queste) bezeichnet in der Artusepik die Heldenreise des Ritters oder Helden, in deren Verlauf er verschiedene Aufgaben löst, Feinde besiegt, Schwierigkeiten überwindet und dadurch Ruhm und Erfahrung erntet oder sein angestrebtes Ziel (zum Beispiel den heiligen Gral) erreicht. Sinn der Quest ist zumeist die Erfüllung ritterlicher Pflichten, aber auch die innere Reifung und Reinigung des Helden.

Die Taten eines Helden in Mythen, Romanen und Filmen ereignen sich auf einer Heldenreise, die durch typische Situationsabfolgen und Charaktere gekennzeichnet ist. Diese archetypische Grundstruktur wird, nach einem Begriff von James Joyce, auch als Monomythos bezeichnet. Als ein Grundmuster von Mythologien weltweit, hat vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell das Motiv der Heldenfahrt erforscht.

Was wir von „Star Wars“ und Harry Potter für unser eigenes Leben lernen können

So betitelt Andreas Salcher das Kapitel seines Buches „Der verletzte Mensch“, in dem er die mythologische Heldenreise mit der persönlichen Entwicklung von uns Menschen vergleicht.

„Die Auseinandersetzung mit den archetypischen Heldenfiguren in Märchen, Sagen und Legenden ist nichts Esoterisches, sondern Pflichtprogramm für jeden Regisseur auf der Welt – nicht nur in Hollywood. Joseph Campbell gilt neben C.G. Jung als einer der herausragenden Mythenforscher des 20 Jahrhunderts. Er untersuchte die Heldengeschichten in vielen Kulturen und fand heraus, dass diese alle nach einem einfachen Muster gestrickt sind. Das was Menschen von Helden lernen sollen, ist offensichtlich unabhängig von der Kultur und der Zeit. Die Situationen, die ein Held im Laufe seiner Geschichte zu bestehen hat, stehen für die Phasen, die wir alle in unserem Leben zu bewältigen haben. George Lucas bestätigte, wie sehr ihn die Forschungen von Campbell beeinflusst hatten, und die Urversion von „Star Wars“ hält sich sogar fast sklavisch genau an die Reise des Helden, die Campbell in seinem Buch „Der Heros in tausend Gestalten“ veröffentlicht hatte.“

Der „Held“ steht im Verständnis von Joseph Campbell immer für die Hauptfigur einer Geschichte, ist daher geschlechtsneutral  und kann auch zum Beispiel für ein Fantasiewesen wie den Hobbit Frodo Beutlin in „Der Herr der Ringe“ stehen. Forrest Gump, ein moderner Don Quichotte, zeigt, dass der Held keineswegs ein Krieger sein muss, der seine Prüfungen mit dem Schwert oder zumindest mit seiner Intelligenz meistert. Seine Waffen sind die des unschuldigen Toren – gerade deshalb lieben wir ihn so. Da „Star Wars“, „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ durch die Verfilmungen besonders bekannte Beispiele sind, erklärt Andreas Salcher anhand ihrer Geschichten die sieben Stufen der archetypischen „Reise des Helden“ und lädt seine Leser ein, die klassische Heldenreise mitzumachen und dabei Parallelen zu ihrem eigenen Leben zu entdecken:

Denken Sie an eine große Herausforderung, die Sie bisher in Ihrem Leben bewältigen mussten, und versuchen Sie in jeder Stufe die Gemeinsamkeit mit Ihrer eigenen Geschichte zu erkennen

1.    Am Anfang lebt der Held ganz normal in seinem Alltag

Luke Skywalker, der Held von „Star Wars”, langweilt sich zu Tode auf der Farm seiner Stiefeltern, Frodo Beutlin aus „Der Herr der Ringe“ lebt unbeschwert im Auenland. Harry Potter wohnt am Beginn seiner Geschichte bei seinen tyrannischen Zieheltern.

In Ihrem Leben kann das ein normaler Büro-oder Routinetag mit Ihren Kindern gewesen sein.

2.    Das Abenteuer ruft

Der Jedi-Ritter Obi Wan Kenobi fordert Luke Skywalker auf, mit ihm gemeinsam Prinzessin Leia zu retten. Gandalf gibt Frodo den Auftrag, den gefährlichen Ring nach Mordor zu bringen und dort zu vernichten. Harry Potter wird vom Riesen Hagrid der Brief mit der Einladung an die Zauberschule in Hogwarts überreicht.

Bei Ihnen war das vielleicht ein besonders schwieriger Auftrag, das Angebot für einen neuen Job oder die Nachricht über eine schwere Erkrankung.

3.    Der Held weigert sich

Gehe immer den Weg, vor dem du die größte Angst hast, dort liegt die Erneuerung. Doch weder unsere Filmhelden noch wir tun das freiwillig. In dieser Stufe geht es um die Angst. Der Held weigert sich mit einer Vielzahl von Ausreden, die Herausforderung anzunehmen.

Sie können sich sicher noch gut erinnern, warum es viele plausible Argumente gab, nicht ins Unbekannte aufzubrechen. Was hat Sie zögern lassen, sich der Herausforderung gewachsen zu fühlen? Wovor hatten Sie Angst?

4.    Der Mentor tritt auf

Alle Heldengeschichten haben eine Figur, die an den berühmten Zauberer Merlin an König Artus‘ Hof erinnert, der dem Helden beisteht. Der Mentor stellt eine der wichtigsten mythologischen Figuren dar. Er steht symbolisch für das Band zwischen Schüler und Lehrer, zwischen Gott und dem Menschen. Es ist eine Lebensweisheit, dass wir einen Menschen benötigen, der uns Rat, Hilfe, Wissen oder auch praktische Fähigkeiten lehrt. Ganz wichtig ist, dass uns der Mentor zwar auf die Prüfungen vorbereitet, er sie uns aber nicht abnehmen kann.

Wer war Ihr Mentor?

5.    Die Prüfung, Feinde und Verbündete

Das Auftauchen von unerwarteten Verbündeten, wenn es aussichtslos für den Helden wird, ist typisch für Heldengeschichten, aber auch für unser Leben. Wenn man glaubt, es geht gar nicht mehr weiter, geht es dann doch weiter. Die unerwarteten Verbündeten lösen nicht die Aufgabe für uns, sie zeigen uns dafür, dass wir bereits alles in uns haben, um die Aufgabe zu bewältigen.

Welche inneren oder äußeren Gegner mussten Sie besiegen? Wer waren unerwartete Verbündete? Was haben Sie durch die Prüfung gelernt, welche neuen Kompetenzen an sich entdeckt, welche Einsichten gewonnen?

6.    Die Belohnung

Der Held wird nach der letzten Prüfung damit belohnt, dass er den Schatz bekommt. Das kann die Erlösung eines ganzen leidenden Reichs sein wie im Gral, ein besonderes Schwert oder auch der Zugang zu geheimem Wissen.

Was war Ihre Belohnung nach der bestandenen Herausforderung? Profitieren Sie heute noch davon?

7.    Die Rückkehr des Helden

Am Ende der Geschichte kehrt der Held wieder in den Alltag zurück. Aber er ist verändert, er hat die Kluft zwischen dem, was er war, und dem, was er sein könnte, kleiner gemacht – und ist dadurch gewachsen.

Was hat sich an Ihnen verändert, als Sie wieder in Ihre normale Welt zurückgekehrt sind?

In seinem Buch „Der verletzte Mensch“ resümiert Andreas Salcher:

Wir tanzen und spielen zu wenig

Zwei Fragen, die Sie sich selbst über Ihr eigenes Leben stellen können:

Was wollen Sie unbedingt vom Leben, was ist es, dem Sie mit aller Kraft nachjagen?

Was wäre das, was Sie tatsächlich brauchten?

Der Wendepunkt zum Guten in einer Geschichte wird oft in dem Moment erreicht, wenn der Held erkennt, was er wirklich braucht, was ihm wirklich wichtig ist. Manchmal dauert es sehr lange, bis man dies für sein eigenes Leben erkennt, selbst dann, wenn man eine so bedeutende Frau ist, wie das die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross war:


„In der Schweiz wurde ich nach dem Grundsatz erzogen: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Du bist nur ein wertvoller Mensch, wenn du arbeitest. Dies ist grundfalsch. Halb arbeiten, halb tanzen. Das ist die richtige Mischung! Ich selbst habe zu wenig getanzt und zu wenig gespielt.“

 

„Was nützt es uns, zum Mond zu fliegen,
wenn wir die Kluft, die uns von uns selbst trennt, nicht überwinden können.
Das ist die wichtigste aller Entdeckungsreisen,
und ohne sie sind alle übrigen nutzlos“

Antoine de Saint-Exupery