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Die Autoren des Buches the Way of nowhere bezeichnen ihre Arbeit und die im Buch vorgestellte Methode als Quest, als persönliche Suche.

Das Wort Quest (auf deutsch: Suche, aus dem altfranzösischen queste) bezeichnet in der Artusepik die Heldenreise des Ritters oder Helden, in deren Verlauf er verschiedene Aufgaben löst, Feinde besiegt, Schwierigkeiten überwindet und dadurch Ruhm und Erfahrung erntet oder sein angestrebtes Ziel (zum Beispiel den heiligen Gral) erreicht. Sinn der Quest ist zumeist die Erfüllung ritterlicher Pflichten, aber auch die innere Reifung und Reinigung des Helden.

Die Taten eines Helden in Mythen, Romanen und Filmen ereignen sich auf einer Heldenreise, die durch typische Situationsabfolgen und Charaktere gekennzeichnet ist. Diese archetypische Grundstruktur wird, nach einem Begriff von James Joyce, auch als Monomythos bezeichnet. Als ein Grundmuster von Mythologien weltweit, hat vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell das Motiv der Heldenfahrt erforscht.
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Es war ein warmer Spätsommertag, als ich mich müde und hungrig durchs Unterholz schleppte. Es war eine einsame Waldgegend nahe der Baumgrenze und ich war auf meiner ersten Vision Quest oder Visionssuche. Es war der zweite von insgesamt 4 Tagen alleine in der Wildnis – ohne Essen und nur mit dem notwendigsten ausgerüstet.

Ich hatte mich auf diese Visionssuche begeben, um wieder Klarheit in mein Leben zu bringen. Das Jahr davor war in jeder Hinsicht turbulent gewesen, privat wie beruflich. Vieles war nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte, es gab Misserfolge und Fehlschläge und Beziehungen drohten zu zerbrechen.

Nun war ich hier, alleine in der Natur und fragte mich, was ich hier eigentlich tat. Ich hatte meinen Schlafplatz, der aus einer Plane und einem Schlafsack bestand, in der Früh verlassen und wanderte wie ziellos umher. Auf Grund meiner körperlichen Schwäche nach 2 Tagen des Fastens konnte ich mich nicht wirklich an der Natur und dem großartigen Ausblick erfreuen. Mir fielen nur die vielen umgestürzten und entwurzelten Bäume auf, ständig versperrten sie mir den Weg. Bei einem dieser gefallenen Riesen blieb ich stehen, die aus der Erde gerissenen Wurzeln überragten mich um fast zwei Meter… und plötzlich konnte ich es sehen, oder besser, ich wusste auf einmal, warum ich hier war. Ich war wie diese Bäume, gefallen und entwurzelt. Was sind meine Wurzeln? Was kann ich tun, was brauche ich, um in meinem Leben wieder Wurzeln zu schlagen…? Die nächsten Tage und Nächte verbrachte ich damit, Antworten auf diese Fragen zu finden – und ich fand sie… Weiterlesen