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In meinem letzten Beitrag Transformative Führung – die sieben Managertypen (1/2) habe ich das Modell von Bill Torbert vorgestellt, in dem er, basierend auf empirischen Untersuchungen, 7 verschiedene Entwicklungsstufen in den Verhaltensweisen von Führungskräften beschreibt. Wie angekündigt stelle ich nun die 7 Managertypen und ihre Handlungslogiken vor. Ich beziehe mich dabei auf einen Artikel im Harvard Business Manager.

Die 7 Managertypen und ihr prozentueller Anteil bei den untersuchten Führungskräften der Studie von Torbert sind: Weiterlesen

„Leaders are made, not born, and how they develop is critical for organizational change“ (Bill Torbert)

Jedes Unternehmen braucht transformative Führung – Führungskräfte, die Veränderungen katalysieren und so Rentabilität, Marktanteile und auch Nachhaltigkeit erhöhen. Führungskräfte, die die Spielregeln in ihrer Branche verändern. Aber nur wenige Manager verstehen, was die notwendigen Stärken sind, um solch eine Führungspersönlichkeit zu werden. Das Resultat? Sie verpassen die Chance, diese Stärken zu entwickeln. Sie und ihre Unternehmen werden verdrängt. Wie lässt sich solch ein Szenario verhindern? Es geht darum zu erkennen, dass großartige Führungspersönlichkeiten sich nicht so sehr durch ihre Persönlichkeit oder ihre Philosophie unterscheiden, sondern durch ihre Handlungslogik (action logic) – wie sie ihr eigenes Verhalten und das anderer interpretieren und wie sie ihre Stärke und ihre Macht aufrechterhalten und sich und andere gegen Bedrohungen schützen. Einige Führungskräfte verlassen sich auf Handlungslogiken, die die Leistungsfähigkeit ihrer Organisation behindert und einschränkt.

Der Begriff Handlungslogik (action logic) wird von Bill Torbert verwendet, um Eigenschaften und Verhaltensweisen von Führungskräften auf 7 verschiedenen Entwicklungsstufen zu beschreiben. Torbert bezeichnet die ersten 4 Stufen als „conventional leadership“, die darüberliegenden 3 Stufen als „postconventional leadership“. In unserer Arbeit mit der 8 Question Practice beziehen wir uns unter anderem auf die Arbeit von Bill Torbert und sein Leadership Development Framework. Wir fassen für unsere Arbeit die Stufen des „postconventional leadership“ zusammen und bezeichnen sie als „Innovator“ (siehe Abbildung). Es sind gerade diese Führungskräfte, die imstande sind, echte Transformation in ihren Organisationen herbeizuführen, um den ständig wachsenden Herausforderungen zu begegnen. Nur sind laut Torberts Untersuchungen heute nur etwa 15% aller Führungskräfte dieser Kategorie zuzuordnen. Alle anderen bewegen sich im „konventionellen“ Bereich von Führung.

In einem sehr guten Artikel im Harvard Business Manager beschreibt Torbert die einzelnen Managertypen und ihre Handlungslogik (Action Logic). In diesem Beitrag verwende ich auszugsweise Torbert’s Beschreibungen.

Managertypen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Successful transformation requires the presence of leaders at the post-conventional Level of ego development“ (Bill Torbert)

Die sieben Managertypen – und welcher Erfolg hat

Der Erfolg von Führungskräften ist nicht so sehr durch unterschiedliche Führungsphilosophien, Persönlichkeiten oder Managementstile zu erklären. Er ist vielmehr auf ihre innere „Handlungslogik“ zurückzuführen – wie Manager ihr Umfeld einschätzen und reagieren, wenn ihre Entschlossenheit oder ihre Zuverlässigkeit gefragt ist. Und doch versuchen relativ wenige Führungskräfte, ihre eigene Handlungslogik zu verstehen. Und noch weniger ziehen die Möglichkeit in Betracht, diese zu ändern. Dassollten sie aber tun. Laut einer von Torbert und Rooke (siehe Artikel im Harvard Business Manager) durchgeführten Studie können Führungskräfte,die sich die Zeit nehmen, etwas über ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigene Entwicklung zu lernen, nicht nur ihre Fähigkeiten verbessern, sondern auch die Leistung ihrer Unternehmen positiv beeinflussen.

Die gute Nachricht ist: Manager, die sich bemühen, ihre Handlungslogik zu verstehen, können ihre Führungsqualität verbessern. Doch hierfür ist es wichtig, erst einmal zu verstehen, welche Art von Führungskraft jemand ist.

Die Handlungslogik

Viele Forscher sind sich mittlerweile einig, dass der Erfolg von Führungskräften nicht so sehr von deren jeweiliger Persönlichkeit abhängt. Man wird nicht als guter Manager geboren, sondern dies ist das Ergebnis eines Prozesses. Es kommt darauf an, welcher Handlungslogik Manager folgen, also wie sie im Unternehmen agieren und reagieren.

Die sieben Typen

Im Wesentlichen gibt es sieben Typen mit verschiedenen Handlungslogiken:

den Opportunisten, den Diplomaten, den Experten, den Macher, den Individualisten, den Strategen und den Alchimisten. Jeder hat Stärken und Schwächen. Allerdings sind Firmen, die von Opportunisten oder Diplomaten geführt werden, weit weniger erfolgreich als Unternehmen, bei denen ein Stratege oder Alchimist an der Spitze steht. Die Autoren haben in einer Studie nachgewiesen, dass sich sowohl die Leistung der Führungskräfte als auch die ihrer Unternehmen verbessert, wenn diese versuchen, ihre eigene Handlungslogik zu verstehen und gegebenenfalls zu ändern.

Die Studie

Bei ihren Untersuchungen stellten Torbert und Rooke fest, dass die Leistung einer Firma und die individuelle Leistung einer Person je nach Handlungslogik unterschiedlich sind. Insbesondere ergab die Studie, dass den drei Führungstypen, deren Unternehmen eine unterdurchschnittliche Leistung hervorbrachten (Opportunist, Diplomat und Experte), 55 Prozent der Teilnehmer zuzuordnen waren. Sie waren deutlich weniger effektiv bei der Umsetzung von Unternehmensstrategien als jene 30 Prozent der Befragten, die als Macher eingestuft wurden. Darüber hinaus hatten nur die verbleibenden 15 Prozent der Manager in der Studie (Individualisten, Strategen und Alchimisten) die dauerhafte Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen und ihre Firmen erfolgreich zu erneuern. Um zu verstehen, warum Führungskräfte so unterschiedlichen Typen zuzuordnen sind und so unterschiedliche Unternehmensleistungen erbringen, schauen wir uns die einzelnen Führungstypen genauer an.

 

 

Managertypen und ihre Eigenschaften (aus Harvard Business Manager)

Im nächsten Teil dieses Beitrages werden die 7 Managertypen im Detail vorgestellt.

Next Generation Leadership – für diesen Untertitel meiner Website habe ich mich entschieden, weil ich gemeinsam mit nowhere an neuen Wegen für Führung und Management arbeite. Einer davon sind die 8 Question Leadership Intensives, ein anderer die Creative Dialogues, eintägige Veranstaltungen, die nowhere anbietet, um ein Forum Menschen zu bieten, die bereit sind, sich den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen und gemeinsam nach neuen und innovativen Wegen für die Zukunft zu suchen.

Schauen Sie auf der Website von nowhere vorbei um mehr Informationen über Creative Dialogues zu erhalten.

Zur „Einstimmung“ schauen Sie sich auch das kurze Video an, vielleicht sehen wir uns auch bei einem der nächsten Creative Dialogues.

About this Movie

Catch a glimpse of the energy and experience of the first nowhere dialogue for the leaders and change agents who gathered to explore cultures of innovation…

 

 

Sich auf eine „Quest“ zu begeben, bedeutete für die Ritter des Mittelalters, eine „Heldenreise“ zu unternehmen, auf der sie verschiedene Aufgaben lösen, Feinde besiegen und Schwierigkeiten überwinden mussten, um Ruhm und Erfahrungen zu ernten oder das angestrebte Ziel (z.B. den heiligen Gral) zu erreichen. Ziel solcher Reisen war aber auch immer innere Reifung und Entwicklung.

“Quest” ist ein Begriff, der aus dem Englischen kommt und soviel wie „Suche, Streben“ bedeutet. Die Wurzeln des Wortes liegen im lateinischen quaestio, zu deutsch „Forschung, Frage“. Weiterlesen

Vor etwa 2 Jahren hielt ich das Buch „The Way of nowhere – 8 questions to release my/our creative potential” zum ersten Mal in der Hand. Schon das Design und die Aufmachung waren anders – ein Buch, das man von 2 Seiten lesen kann – und auch der Inhalt war außergewöhnlich!

Den beiden Autoren, Nic Turner und Nick Udall war etwas gelungen, was mich seit Jahren beschäftigte: wie kann man alte Weisheitstraditionen und moderne Leadership- und Management-Methoden zusammen bringen, um so das Beste beider „Welten“ zu verbinden.

Ich hatte Nic Turner 2 Jahre zuvor bei einer gemeinsamen Ausbildung am Ehama Institut in New Mexico (USA) kennengelernt. Wir absolvierten beide dort ein mehrjähriges Training in den sogenannten „Earth Wisdom Teachings“, der Weisheitstradition der nordamerikanischen Ureinwohner. Da wir beide aus dem Consulting-Business kamen, sprachen wir öfters über die Möglichkeiten, dieses alte Wissen und die zugehörigen Methoden in der Wirtschaft und bei Unternehmen einzusetzen. Ich war überrascht zu hören, dass nowhere (das Consultingunternehmen, das Nic mit seinem Partner Ende der 90er Jahre gegründet hatte) genau das seit vielen Jahren höchst erfolgreich tat. Und nun waren sie dabei, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in einem Buch zu kodifizieren.

8 Durchbruchs-Fragen

Grundlage des Buches und auch der „Methodik“ von nowhere ist das „medicine wheel“, das Medizinrad, mit den unterschiedlichen Qualitäten (energy intelligences) der 8 Richtungen. Es ist ein Buch der Fragen, genauer gesagt 8 Fragen, jede einer Richtung des Rades zugeordnet. Sie werden als „Durchbruchs-Fragen“ (breakthrough questions) bezeichnet, da sie wie „Dosenöffner“ für unser Bewusstsein wirken. Sie bringen uns mit unserem kreativen Potenzial in Berührung und helfen, dieses freizusetzen. Da Buch besteht aus zwei Hälften:

mein kreatives Potenzial freisetzen

Diese Hälfte des Buches arbeitet mit Fragen, die das Bewusstsein und die Kreativität von Individuen entwickeln. Sie zeigt Wege auf, wie wir Durchbrüche in uns selbst und anderen katalysieren können.

unsere kreatives Potenzial freisetzen

Diese Hälfte des Buches arbeitet mit Fragen, die das kreative und kollektive Potenzial von Organisationen erschließen. Sie zeigt Wege auf, wie wir organisatorische Grenzen überwinden, bahnbrechende Innovationen innerhalb unserer Organisationen anregen und sie dann durch unsere Organisationen in die Welt bringen können.

Der „Way of nowhere“ ist eine „living practice“, eine lebendige Praxis. Die Einsichten, die in und zwischen den Fragen liegen, erschließen sich nur durch Praxis. Das heißt, man sollte das Buch nicht nur lesen, sondern mit diesen Fragen arbeiten – einer nach der anderen. Jedes Kapitel ist einer „Durchbruchsfrage“ gewidmet und gibt Hinweise, wie man am besten mit der jeweiligen Frage arbeitet. Am Ende jedes Kapitels werden „micro-skills“ vorgestellt, praktische Tools oder Arbeitsweisen, die bei der Arbeit mit den Fragen hilfreich sind.

Die Kraft der 8 Fragen erforschen

Den „Way of nowhere“ zu gehen bedeutet, sich auf eine Quest zu begeben (Quest bezeichnet eine persönliche Suche oder „Reise“ mit dem Ziel persönlicher Entwicklung und Reifung). Um interessierte Menschen auf dieser Quest zu unterstützen, bietet nowhere auf seiner Website die Möglichkeit, sich für eine Online-Quest einzuschreiben, die die Arbeit mit den 8 Fragen unterstützt und vertieft. Weiters werden noch in diesem Jahr „8 Question Leadership Circles“ angeboten, um speziell Führungskräften die Möglichkeit zu geben, die kreative Kraft der 8 Fragen zu erforschen.

8Qs Video

 

Sind Sie neugierig geworden? Ich kann Ihnen nur empfehlen, dieses Buch zu lesen – nein, nicht nur lesen, damit zu arbeiten! Ich freue mich, wenn Sie sich auch für diesen „Weg“ interessieren und lade Sie ein, sich auf meiner Website oder gleich auf der Website von nowhere näher über unsere gemeinsame Arbeit zu informieren. Gerne informiere ich Sie auch persönlich – nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.

Von nun an werde ich in meinem Blog regelmäßig Beiträge zu den „8 Questions“ veröffentlichen – ich freue mich, wenn, wenn Sie regelmäßig vorbeischauen…

Kurzbeschreibung des Buches bei Amazon

The Way of Nowhere is a business book by the UK’s hottest change management consultancy who have led transformations in some of Britain’s biggest and best known organisations. An invaluable resource for anyone who wants to make a creative difference in their lives and the lives of people around them. Inspired by the unique practice of ’nowhere‘, a community of companies that specialise in co-creation, this is an inspirational book that will help you break through to a more creative and strategic future Renowned for their world-class approach to innovation, the nowhere group works with a wide range of businesses, government agencies and individuals to develop their creativity to its full potential.

Now, their book maps out the groundbreaking ways that anyone can become more productive, playing a more creative role in your organisation while simultaneously nurturing your own growth along the way. It contains eight breakthrough questions designed to stimulate and enrich our creative capacity, both as an individual and as part of a team.Using examples and tools from their work with some of the UK’s largest and best known businesses, The Way of Nowhere shows us how to unlock the underlying and invisible forces at play within organisations, communities and cultures.