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Unser Verstand ist ein mächtiges Instrument. Geschult und trainiert von klein auf hilft er uns unsere Tagesgeschäfte zu verrichten, Probleme lösen, Urlaube zu planen und im Supermarkt einzukaufen (obwohl da auch manchmal unser Bauch mitentscheidet).

Wir verlassen uns in den meisten Situationen auf unseren Verstand, wir sind stolz auf unsere intellektuellen Fähigkeiten. Aber wenn es um wichtige Entscheidungen geht, lässt uns unser Verstand oft im Stich und wir müssen akzeptieren, dass uns oftmals nicht genug Informationen zur Verfügung stehen, dass es unserem „Computer“ an zuverlässigen Daten mangelt, um logische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was tun wir dann? Wir verlassen uns auf unser Gefühl, hören auf unseren Bauch und fühlen uns dabei oft unwohl. Dabei haben wir nur vergessen, dass wir über viel mehr Fähigkeiten verfügen, um zu „wissen“, dass wir diese unterdrücken oder besser verlernten Fähigkeiten nur wieder trainieren und ihnen vertrauen müssen, um bessere Entscheidungen zu treffen und kreativere Lösungen für unsere Probleme zu finden.

Ein Teil unserer Arbeit mit Klienten ist, sie auf jene Weisen des „Wissens“ hinzuweisen und es sie erfahren zu lassen, die jenseits unseres Verstandes liegen.
Wir unterscheiden dabei

„Four Ways of Knowing“ – 4 Wege des Wissens

 

  • Intuitives Erkennen und Wissen
  • Empfinden und emotionales Wissen
  • Fühlen und körperliches Wissen
  • Denken und kognitives Wissen

 

Intuitives Erkennen und Wissen

Intuitives Erkennen und Wissen bedeutet, uns Wahrnehmungen jenseits unserer fünf Sinne zu öffnen und dabei auf Einsichten oder Ideen zu achten, die oft spontan und unerwartet auftauchen. Intuition ist eine wertvolle Quelle für Informationen und eine Fähigkeit, die jeder lernen und entwickeln kann – indem wir z.B. auf Bilder, Träume, Symbole und Vorahnungen achten.

Empfinden und emotionales Wissen

Emotionales Wissen beschreibt das Erkennen und Wissen, dass wir durch unsere Gefühle und Emotionen erlangen. Sie sind eine mächtige Quelle für Informationen, die unsere eigenen Reaktionen betreffen, über andere Menschen und über das, was rund um uns passiert.

Fühlen und körperliches Wissen

Körperliches Wissen ist jenes, das wir durch unsere Körper erlangen. Wenn wir auf unsere körperlichen Empfindungen im gegenwärtigen Augenblick achten, können wir nützliche Informationen über uns selbst, andere Menschen und unsere Umgebung empfangen. Die Neurowissenschaften bestätigen, dass wir unsere Fähigkeit zu erkennen und zu wissen erweitern können, wenn wir lernen, auf unsere Sinne und unseren Körper zu hören. Dadurch können wir auch die Qualität unserer Beziehungen und unser Wohlbefinden erhöhen.

Denken und kognitives Wissen

Beim Denken liegt der Schwerpunkt auf unseren mentalen, intellektuellen und kognitiven Fähigkeiten. Diese sind besonders nützlich, wenn es darum geht, Ereignisse und Erfahrungen zu interpretieren, Daten zu analysieren und logische Abläufe zu planen. Die Ausbildung in unseren Schulen und Universitäten, ebenso wie professionelles Training, bevorzugen kognitives Wissen – manchmal auf Kosten und zum Nachteil der anderen Wege des Wissens.

Wir haben gelernt, unser Denken sei wichtiger als unser Fühlen. Andererseits brauchen wir nur unsere Fähigkeit des Fühlens und Spürens entwickeln – ohne immer über alles nachzudenken und uns gar zu sehr auf das zu stützen, was wir mit den Augen sehen oder mit dem Verstand begreifen.
In unserer stark rationalen, technologiegeprägten Zeit ist es eine große Herausforderung, unseren Gefühlen, Intuitionen und Imaginationen wieder zu trauen.

Oder wie ein altes Sprichwort lautet:

„The mind is a good servant but a bad master“

Ich möchte jetzt gar nicht darauf eingehen, wohin uns unsere geistigen Fähigkeiten gebracht haben – im Positiven wie im Negativen. Aber unsere anstehenden Probleme werden wir nicht mehr nur mit unserem Intellekt lösen können. Oder wie Einstein sagte:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“

Hat für Sie spirituelle (Selbst-)Verwirklichung einen zentralen Stellenwert und interessieren Sie sich für Grenzgebiete der Wissenschaft? Engagieren Sie sich für ökologische Lebensweisen und nehmen Sie Anteil an aktuellen Entwicklungen in Psychologie und Gesellschaft?

Dann teilen Sie dieses Spektrum an Interessen und Haltungen heute mit mehr Menschen, als Sie glauben. Die Ergebnisse einer repräsentativen amerikanischen Studie legen nahe, dass derzeit eine neue Bevölkerungsschicht entsteht, die jenseits von Traditionalismus und Modernismus nach neuen Wegen sucht. Der Soziologe Paul H. Ray nennt sie die „Kulturell Kreativen“ (Cultural Creatives).

Seinen Untersuchungen zufolge machen sie erstaunliche 24 Prozent der amerikanischen Gesellschaft aus. In Europa dürfte die Zahl der Kulturell Kreativen sogar deutlich höher liegen. Ihre Haltung ist gekennzeichnet durch Interesse an (auch spiritueller) Selbstverwirklichung, Wertschätzung von Beziehungen und ökologischer Lebensweise, engagierter Anteilnahme an der Welt. Weitere Merkmale sind Offenheit für fremde Kulturen und neue Ideen sowie für die Transformation der Geschlechterrollen. Aufschlussreich ist auch, was die Kulturell Kreativen ablehnen: Die Intoleranz der religiösen Rechten, den gedankenlosen Hedonismus der kommerziellen Medien und die skrupellose Umweltzerstörung im Namen des Big Business.

Obwohl die Kulturell Kreativen angeblich so viele sind, werden sie bisher weder von den Einzelnen selbst noch gesellschaftlich als eigenständige Subkultur wahrgenommen. Das heißt, es gibt noch keine oder kaum gemeinsame Medien, Parteien oder kulturelle Ausdrucksformen, in denen sich dieses transmoderne Lebensgefühl eines wachsenden Teils der Bevölkerung widerspiegeln würde. Die Zeitschriften der Mediengruppe Kulturell Kreative haben sich auf freier und ideeler Basis zusammen getan, um dazu beitzutragen, das Phänomen der Kulturell Kreativen sichtbar zu machen und die Vernetzung kulturell kreativer Interessen zu fördern.

nowhere people_275x150Unter den Kulturell Kreativen oder Kulturschöpferischen verstehen der Soziologe Paul H. Ray und die Psychologin Ruth Anderson ein Segment in der US-amerikanischen Gesellschaft, das nach ihrer Untersuchung bereits 50 Millionen erwachsene Amerikaner umfasst und auch weltweit als die am schnellsten wachsende Werteszene gilt. Basis der Untersuchung war eine Werteforschung über einen Zeitraum von 13 Jahren, bei der insgesamt 100.000 US-Amerikaner befragt wurden. Das Ergebnis wurde im Jahre 2000 präsentiert.

Die Kulturell Kreativen tragen diese Bezeichnung, weil sie die Kultur am stärksten mit neuen Gedanken bereichern und entscheidend an der kulturellen Veränderung mitwirken. In der Regel gehören sie zur Mittel- bis Oberschicht. An der Westküste der Staaten sind sie etwas stärker vertreten als in anderen Landesteilen, aber es gibt sie in jeder Region. Das Verhältnis von Frauen zu Männern beträgt 60:40.

Die Subkultur der Kulturell Kreativen wird von zwei Flügeln getragen:

Der eine ist die „Kerngruppe“ (10,6 Prozent bzw. 20 Millionen Amerikaner). Deren Mitglieder besitzen sowohl persönlichkeitsorientierte als auch „grüne“ Wertvorstellungen: Sie sind stark an Psychologie, einem spirituellen Leben, an Selbstverwirklichung und persönlichem Ausdruck interessiert, sind aufgeschlossen für Fremdes und Exotisches, verwirklichen gerne neue Ideen und engagieren sich für soziale Belange, sie streiten für die Rechte der Frauen und machen sich zum Anwalt für die Umwelt. Unter ihnen sind die meisten Vordenker und Ideengeber. In der Regel entstammen sie der oberen Mittelschicht, und es sind mit einer Quote von 67:33 doppelt soviele Frauen wie Männer.

Die Interessen des anderen Flügels, der „ökologisch orientierten Kulturell Kreativen“ (13 Prozent bzw. 24 Millionen Erwachsene) konzentrieren sich auf Umweltfragen und soziale Themen aus einer eher pragmatischen Perspektive heraus – das Interesse an Spiritualität, Psychologie oder persönlichkeitsorientierten Werten steht weniger im Vordergrund. Offensichtlich orientiert sich dieser Flügel an den Ideen der Kerngruppe. Die Mitglieder stammen meist aus der Mittelklasse.

Mit der Subkultur der Kulturell Kreativen treten neue Werte und Weltanschauungen auf die Bühne, die vor dem Zweiten Weltkrieg selten und auch noch vor einer Generation kaum bemerkt wurden. In ihr verbinden sich Menschen, die die Probleme des heutigen Systems klar erkennen, sei es auf regionaler, nationaler oder auf globaler Ebene. Dazu gehören auch Individuen, deren Anspruch an Spiritualität, persönliche Entwicklung, Authentizität, Qualität der Beziehungen und Toleranz höher liegt als bei den Traditionalisten und Modernisten. Als Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit den anderen beiden Weltsichten distanzieren sich die Kulturell Kreativen von vielen überkommenen Werten. Anders jedoch als die „entfremdeten“ Modernen wählen die Kulturell Kreativen harrlich Wege der Erneuerung.

Sind Sie ein „Cultural Creative“? Machen Sie doch den Test mit Hilfe dieses Fragebogens.

Wie entfalte ich die Magie des Augenblicks …?

Stellen Sie sich vor, jeder Augenblick ist eine Verpackung für Empfindungen und Wahrnehmungen, die ein magisches Geschenk für Sie bereithalten. Es handelt sich dabei um das Geschenk der Gegenwart. Sie haben die Wahl, dieses Geschenk auf dem Stapel „Vergangenheit“ abzulegen oder es für später auf dem Stapel „Zukunft“ aufzubewahren. Wenn Sie allerdings Zugang zur besonderen Kraft des gegenwärtigen Augenblicks haben, können Sie das Verpackungspapier wegreißen und das Geschenk sofort in Empfang nehmen.

Wie alle schönen Geschenke ist das Geschenk des Augenblicks ein sehr schlichtes. Sein Wesen liegt in der Wertschätzung. Allmählich gelingt es uns, die Schönheit, die uns umgibt, das Besondere in unseren Freunden und Kollegen zu schätzen. Und schlussendlich, wenn wir besonders viel Glück haben, fangen wir sogar damit an, uns selbst zu schätzen …

Die ersten beiden Absätze sind dem Buch The Way of Nowhere: 8 Questions to Release Our Creative Potential“ entnommen und beziehen sich darauf, wie wir präsenter werden können, ganz im Hier und Jetzt zu sein, das kreative Potenzial freizusetzen, das zwischen uns und allen Dingen existiert. Dieser Raum ist voller Potenzial – Potenzial für neue und tiefere Beziehungen, Potenzial für neuartiges Lernen und neue Einsichten und Potenzial für neue Ideen und Wege in die Zukunft.

Die Fähigkeit, die Magie des Augenblicks zu entfalten, bildet auch das Herzstück jeglicher unternehmerischer Kreativität. Sie hilft uns, die Pfade unserer vorgefassten Meinungen zu verlassen und schafft Platz für Neuerungen. In diesem höheren Zustand erreichen wir auch neue Ebenen der Wertschätzung füreinander und für uns selbst. Ohne diese Bewusstheit und gesteigerte Aufmerksamkeit verpassen wir häufig jene entscheidenden inspirierenden Momente, die zu neuen Einsichten und Durchbruchslösungen führen.
„To see a world in a grain of sand and a heaven in a wild flower, hold infinity in the palm of your hand and eternity in an hour“ (William Blake)

Dieses berühmte Zitat des englischen Dichters und Künstlers William Blake weist auf die Essenz dieser Quelle hin, uns und unsere Fähigkeit, die Magie jedes einzelnen Augenblicks zu entfalten. Wir alle tragen diese Fähigkeit in uns – und über den Weg der Achtsamkeit können wir lernen, Verantwortung dafür zu übernehmen, hier auf dieser Welt zu sein. Durch diese Fähigkeit lernen wir Kreativität als „Bewusstsein [kennen], das aus der kreativen Spannung zwischen den Möglichkeiten und Begrenzungen entsteht“.

Achtsamkeit ist entspannte Aufmerksamkeit

Achtsam sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und „das ganze Bild“ aufnehmen. Achtsamkeit ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B. gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also nicht auf Bekanntes beziehen können.

In seinem Blog-Artikel „Warum Führungskräfte Achtsamkeit bei ihrer Arbeit brauchen“ beschreibt Roland Kopp-Wichmann sehr schön die verschiedenen Facetten und positiven Auswirkungen von Achtsamkeit und gibt auch praktische Hinweise, was vor allem Führungskräfte tun können, um bei ihrer Arbeit achtsamer zu sein.

Die innere Stille erleben

Zurück zum gegenwärtigen Augenblick, zurück ins Jetzt – eines der besten Bücher zu diesem Thema ist der Bestseller von Eckhart Tolle „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart Aus dem Buchumschlag: Wer das „Leben im Jetzt“ praktiziert, verändert damit seine Wahrnehmung der Welt von Grund auf: Stück für Stück lösen sich die aus unserer persönlichen Vergangenheit stammenden psychologischen Muster auf… Wir gewinnen an Lebendigkeit und Frische, das tägliche Leben mit all seinen kleinen und großen Herausforderungen gelingt besser. Mühelosigkeit und Leichtigkeit stellen sich ein.

In vielen alten Weisheitslehren ist das Leben im „Jetzt“ der ultimative Seinszustand und wird oftmals mit Erleuchtung gleichgesetzt. „Bless the presence“ heißt es in der Huna-Tradition der hawaianischen Schamanen. Den „inneren Dialog“ anhalten ist das Ziel der toltekischen Lehren des Don Juan (siehe die Bücher von Carlos Castaneda). Auch bei der Methode der „Quantenheilung“ von Frank Kinslow geht es im Kern darum, „in den heilsamen Zustand des reinen Gewahrseins zu gelangen“.

Die Energie der Präsenz

Manche Menschen verfügen von Natur aus über diese Fähigkeit, andere lernen, sie zu entwickeln. Einige Zweige der Psychotherapie sowie Beratungs- und Coachingarbeit bieten wirksame Methoden, um diese Fähigkeit zu erhöhen. Menschen, die diese Fähigkeit vervollkommnet haben, besitzen eine auffallende Anziehungskraft, da sie hinter die Kulissen des Lebens blicken können. Sie lassen sich nicht so stark von der Form der Dinge beeindrucken, wie der Rest von uns. Worte, Handlungen oder Verhaltensweisen können sie nicht ablenken oder in die Irre führen.

Hinter diesen Äußerlichkeiten liegt unser eigentliches Selbst, unser wahrer Kern. Wer wirklich präsent ist, ist sich seines wahren Wesens um vieles bewusster und nimmt dies auch bei den Menschen in seinem Umfeld wahr. Wer im gegenwärtigen Augenblick lebt, achtet darauf, wie es den anderen geht und wie die Beziehungen untereinander verlaufen. Die Einfühlsamsten können mittels ihrer Fertigkeit und Empathie benennen, was sie sehen und so einen Ausgleich zwischen der Form und dem wahren Wesen schaffen.

Wir alle haben das Potenzial, uns in die Menschen in unserem Umfeld soweit einzufühlen, dass wir ihre Gefühle fühlen und ihre Gedanken denken können. Wir können lernen, einander so zuzuhören, als würden wir einem Teil unsers Selbst zuhören. Wenn diese Fähigkeit vollends zum Tragen kommt, kann das zutiefst verblüffend sein, ja beinahe mystisch wirken.

Die rationalen, analytischen Informationen, die unsere Wahrnehmung beherrschen (wenn wir es zulassen), sind ungeheuer wertvoll. Dennoch müssen wir, um tatsächlich unter die Oberfläche des Lebens zu schauen, ein Gleichgewicht zwischen dem Rationalen und der Intuition herstellen. Der Schlüssel dazu liegt in unserer Wahrnehmungsintelligenz. „Wahrnehmungsintelligenz“ bezeichnet unser Bewusstsein dafür, was über unsere fünf Sinne vor sich geht – was wir sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Wir verfügen auch über andere, feinere Sinne, die die Wahrnehmung des Augenblicks bereichern können – etwa die Art, wie sich unsere Haut anfühlt, die starken inneren Rhythmen unseres Herzschlags und Pulses, unsere Selbstwahrnehmung, wenn wir uns durch Zeit und Raum bewegen, oder das Gefühl für unser inneres Selbst.
Im Gegensatz zu unserer rationalen Intelligenz basiert unsere Wahrnehmungsintelligenz definitionsgemäß auf dem Hier und Jetzt. Wir sehen jetzt, wir hören jetzt, wir schmecken jetzt. Während wir lernen, uns auf jene Informationen zu konzentrieren, die durch unsere Sinne auf uns einwirken, können wir einen Ausgleich zwischen dem Analytischen und dem Wahrnehmenden herbeiführen und Raum für unsere Intuition schaffen.

Dazu müssen wir unseren inneren Dialog zum Stillstand bringen, jenes unaufhörliche innere Geschwätz, das uns dazu verleitet, alles was wir denken oder fühlen, mit dem zu verwechseln, wer wir wirklich sind. Wenn wir darüber Kontrolle übernehmen und Ruhe in uns selbst finden, haben wir Zugang zu einer tieferen Quelle des Glücks – einer Quelle, die unser leuchtendes Selbst erhellt.

 

 

Die Autoren des Buches the Way of nowhere bezeichnen ihre Arbeit und die im Buch vorgestellte Methode als Quest, als persönliche Suche.

Das Wort Quest (auf deutsch: Suche, aus dem altfranzösischen queste) bezeichnet in der Artusepik die Heldenreise des Ritters oder Helden, in deren Verlauf er verschiedene Aufgaben löst, Feinde besiegt, Schwierigkeiten überwindet und dadurch Ruhm und Erfahrung erntet oder sein angestrebtes Ziel (zum Beispiel den heiligen Gral) erreicht. Sinn der Quest ist zumeist die Erfüllung ritterlicher Pflichten, aber auch die innere Reifung und Reinigung des Helden.

Die Taten eines Helden in Mythen, Romanen und Filmen ereignen sich auf einer Heldenreise, die durch typische Situationsabfolgen und Charaktere gekennzeichnet ist. Diese archetypische Grundstruktur wird, nach einem Begriff von James Joyce, auch als Monomythos bezeichnet. Als ein Grundmuster von Mythologien weltweit, hat vor allem der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell das Motiv der Heldenfahrt erforscht.
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Vor etwa 2 Jahren hielt ich das Buch „The Way of nowhere – 8 questions to release my/our creative potential” zum ersten Mal in der Hand. Schon das Design und die Aufmachung waren anders – ein Buch, das man von 2 Seiten lesen kann – und auch der Inhalt war außergewöhnlich!

Den beiden Autoren, Nic Turner und Nick Udall war etwas gelungen, was mich seit Jahren beschäftigte: wie kann man alte Weisheitstraditionen und moderne Leadership- und Management-Methoden zusammen bringen, um so das Beste beider „Welten“ zu verbinden.

Ich hatte Nic Turner 2 Jahre zuvor bei einer gemeinsamen Ausbildung am Ehama Institut in New Mexico (USA) kennengelernt. Wir absolvierten beide dort ein mehrjähriges Training in den sogenannten „Earth Wisdom Teachings“, der Weisheitstradition der nordamerikanischen Ureinwohner. Da wir beide aus dem Consulting-Business kamen, sprachen wir öfters über die Möglichkeiten, dieses alte Wissen und die zugehörigen Methoden in der Wirtschaft und bei Unternehmen einzusetzen. Ich war überrascht zu hören, dass nowhere (das Consultingunternehmen, das Nic mit seinem Partner Ende der 90er Jahre gegründet hatte) genau das seit vielen Jahren höchst erfolgreich tat. Und nun waren sie dabei, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in einem Buch zu kodifizieren.

8 Durchbruchs-Fragen

Grundlage des Buches und auch der „Methodik“ von nowhere ist das „medicine wheel“, das Medizinrad, mit den unterschiedlichen Qualitäten (energy intelligences) der 8 Richtungen. Es ist ein Buch der Fragen, genauer gesagt 8 Fragen, jede einer Richtung des Rades zugeordnet. Sie werden als „Durchbruchs-Fragen“ (breakthrough questions) bezeichnet, da sie wie „Dosenöffner“ für unser Bewusstsein wirken. Sie bringen uns mit unserem kreativen Potenzial in Berührung und helfen, dieses freizusetzen. Da Buch besteht aus zwei Hälften:

mein kreatives Potenzial freisetzen

Diese Hälfte des Buches arbeitet mit Fragen, die das Bewusstsein und die Kreativität von Individuen entwickeln. Sie zeigt Wege auf, wie wir Durchbrüche in uns selbst und anderen katalysieren können.

unsere kreatives Potenzial freisetzen

Diese Hälfte des Buches arbeitet mit Fragen, die das kreative und kollektive Potenzial von Organisationen erschließen. Sie zeigt Wege auf, wie wir organisatorische Grenzen überwinden, bahnbrechende Innovationen innerhalb unserer Organisationen anregen und sie dann durch unsere Organisationen in die Welt bringen können.

Der „Way of nowhere“ ist eine „living practice“, eine lebendige Praxis. Die Einsichten, die in und zwischen den Fragen liegen, erschließen sich nur durch Praxis. Das heißt, man sollte das Buch nicht nur lesen, sondern mit diesen Fragen arbeiten – einer nach der anderen. Jedes Kapitel ist einer „Durchbruchsfrage“ gewidmet und gibt Hinweise, wie man am besten mit der jeweiligen Frage arbeitet. Am Ende jedes Kapitels werden „micro-skills“ vorgestellt, praktische Tools oder Arbeitsweisen, die bei der Arbeit mit den Fragen hilfreich sind.

Die Kraft der 8 Fragen erforschen

Den „Way of nowhere“ zu gehen bedeutet, sich auf eine Quest zu begeben (Quest bezeichnet eine persönliche Suche oder „Reise“ mit dem Ziel persönlicher Entwicklung und Reifung). Um interessierte Menschen auf dieser Quest zu unterstützen, bietet nowhere auf seiner Website die Möglichkeit, sich für eine Online-Quest einzuschreiben, die die Arbeit mit den 8 Fragen unterstützt und vertieft. Weiters werden noch in diesem Jahr „8 Question Leadership Circles“ angeboten, um speziell Führungskräften die Möglichkeit zu geben, die kreative Kraft der 8 Fragen zu erforschen.

8Qs Video

 

Sind Sie neugierig geworden? Ich kann Ihnen nur empfehlen, dieses Buch zu lesen – nein, nicht nur lesen, damit zu arbeiten! Ich freue mich, wenn Sie sich auch für diesen „Weg“ interessieren und lade Sie ein, sich auf meiner Website oder gleich auf der Website von nowhere näher über unsere gemeinsame Arbeit zu informieren. Gerne informiere ich Sie auch persönlich – nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.

Von nun an werde ich in meinem Blog regelmäßig Beiträge zu den „8 Questions“ veröffentlichen – ich freue mich, wenn, wenn Sie regelmäßig vorbeischauen…

Kurzbeschreibung des Buches bei Amazon

The Way of Nowhere is a business book by the UK’s hottest change management consultancy who have led transformations in some of Britain’s biggest and best known organisations. An invaluable resource for anyone who wants to make a creative difference in their lives and the lives of people around them. Inspired by the unique practice of ’nowhere‘, a community of companies that specialise in co-creation, this is an inspirational book that will help you break through to a more creative and strategic future Renowned for their world-class approach to innovation, the nowhere group works with a wide range of businesses, government agencies and individuals to develop their creativity to its full potential.

Now, their book maps out the groundbreaking ways that anyone can become more productive, playing a more creative role in your organisation while simultaneously nurturing your own growth along the way. It contains eight breakthrough questions designed to stimulate and enrich our creative capacity, both as an individual and as part of a team.Using examples and tools from their work with some of the UK’s largest and best known businesses, The Way of Nowhere shows us how to unlock the underlying and invisible forces at play within organisations, communities and cultures.