Unternehmenskultur – reifen lassen wie einen guten Whisky?

Durch einen guten Beitrag auf dem Persönlichkeitsblog von Roland Kopp-Wichmann bin ich auf das Buch Rework: Business – intelligent & einfachaufmerksam geworden und habe es mittlerweile auch gelesen. Vieles ist wirklich gut und einiges werde ich sicher auch bei meiner Arbeit berücksichtigen.

Zum Thema „Unternehmenkultur“ schreiben die Autoren sehr treffend:

„Unternehmenskultur ist das Nebenprodukt konsequenten Verhaltens“

Das sollten sich jene Unternehmen einmal auf der Zunge zergehen lassen, für die Unternehmenskultur nicht viel mehr als eine Worthülse ist und sich in auf Hochglanzpapier gedruckten Leitbildern und Mission Statements erschöpft.

Hier im Detail, was die beiden Autoren dazu zu sagen haben:

Kultur lässt sich nicht aus dem Nichts erschaffen

„Instantkulturen“ sind künstliche Kulturen. Dabei wird viel Aufhebens um Unternehmensleitbilder, Erklärungen und Regeln gemacht. Instantkulturen sind oberflächlich, hässlich und unecht. Eine künstliche Kultur ist wie frische Farbe. Eine echte Kultur ist Patina.

Kultur kann man nicht aus dem Nichts erschaffen. Sie entsteht allmählich. Deshalb haben neue Unternehmen keine Kultur. Kultur entwickelt sich nebenbei, wenn man ein konsequentes Verhalten an den Tag legt. Wenn Sie die Mitarbeiter ermuntern, sich auszutauschen, dann ist der Austausch Teil Ihrer Unternehmenskultur. Wenn Sie Vertrauen belohnen, gehört Vertrauen zu Ihrer Kultur. Wenn Sie die Kunden gut behandeln, dann ist der gute Umgang mit den Kunden ein Teil Ihrer Kultur.

Bei der Unternehmenskultur geht es nicht um Tischfußball oder Mitarbeiterseminare mit Gesprächskreis und Vertrauensfall. Es geht nicht um Verhaltensrichtlinien. Nicht um die Weihnachtsfeier oder den Betriebsausflug. Das sind Veranstaltungen und Ereignisse, sie machen aber noch keine Unternehmenskultur. Es geht auch nicht um einen griffigen Slogan. Bei der Kultur geht es nicht um Schlagwörter, sondern um ihre Umsetzung.

Machen Sie sich daher nicht allzu viele Gedanken über die Unternehmenskultur. Sie lässt sich nicht erzwingen. Wie bei einem guten Whisky müssen Sie ihr Zeit geben, sich zu entwickeln.

Eine wahrscheinlich provokante Ansicht für so manche Führungskraft… Wie sehen Sie das?

Ich freue mich über Ihre Meinung in den Kommentaren.

Buchtipp:

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