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So heißt das neue Leadership-Programm von nowhere, das wir nun bereits zum 5. Mal auch in Österreich anbieten. Es ist aber auch der Titel des neuen Buches von Nick Udall, dem CEO von nowhere. In diesem Buch beschreibt er die Zukunft von Leadership und Innovation.

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More than often innovation is seen as a technical issue that can be managed by a structured and well defined innovation process. The human dimension is sometimes overlooked or ignored.

Both dimensions are important but to go into the unknown in order to find the real new is never a technical or a professional issue – it is much more a psychological issue. There is a difference between the execution part (e.g. tough time schedules) and the exploration part of the new. The challenge is that the creation part requires a different relation to time. One dimension is you have to let go of what you know long enough to get lost in the unknown. You have to do it individually and you have to do it collectively. Our ego structure – as soon as we go into the unknown – does not say this is going to be a bit difficult, it tells us that this is life threatening.

And here the nowhere practice come in: how to support people in this phase of the process which is so important if you want to create something new? How to hold the space and use creative tension in order to let the new emerge?

These are the skills of a post-conventional leader, one who can integrate diverse perspectives, work with creative tension and tap into the collective intelligence. nowhere’s Leadership programme has therefore been designed to help leaders catch a glimpse of this post-conventional realm, and at the same time introduce them to these practical skills.

4th realm

Riding the Creative Rollercoaster

A leadership programme on how to hold space for innovation

The creative rollercoaster – which is a central part of the nowhere practice – can be seen on one level as a metaphor for riding the highs and lows of the creative process. On another level it is also a map for designing and catalysing creative insights and collective breakthrough. But riding the creative rollercoaster is last but not least a lived experience.

In nowhere’s “Riding the Creative Rollercoaster” leadership programme the participants are touching all three levels. They experience what it means to work both with the known and the unknown, they individually and collectively embark and go for a ride, accelerating into the unknown, feeling the discomfort but finally earn the breakthrough. And they learn new skills to design and catalyse breakthrough.

 
Dieser Artikel wurde von meinen Kollegen von nowhere verfasst und von mir übersetzt (ebenfalls veröffentlicht im „Management-Mailer“ unseres Partners HILL International)
 
Die Herausforderungen von heute: »brandgefährliche« Probleme

Unsere Welt sieht sich einer Unmenge hoch brisanter Problemen gegenüber. Wir können uns der Unsicherheit, Komplexität und Unbeständigkeit nicht entziehen. Wie können wir als globale Gemeinschaft solch brennende Themen wie Klimawandel und Rezession in entwickelten Märkten in Angriff nehmen? Wie können wir dem Wachstum von »Entwicklungsländern« Rechnung tragen, unsere natürliche Umwelt schützen und uns dabei die explodierende Anzahl technologiegetriebener Innovationen zunutze machen? Weiterlesen

Eine der faszinierendsten Erfahrungen, die wir im Laufe der vielen Jahre unserer Beratungstätigkeit gemacht haben, war die Tatsache, wie unterschiedlich und oftmals austauschbar Begriffe und Konzepte wie „Mission“, „Vision“, „Bestimmung“, „DNA“ oder „Ambition“ verwendet werden. Häufig verkommen diese Konzepte dabei zu sinnentleerten Phrasen oder Werbeslogans.

Das Konzept, das sich in unseren Augen vom Rest der genannten Schlagwörter abhebt, ist jenes, das im Begriff „Purpose“ mitschwingt (am ehesten mit „Bestimmung“ zu übersetzen). Wir denken uns eine Bestimmung nicht aus. Wir können sie entdecken oder wiederentdecken. Sie ist jene treibende Kraft, die Organisationen lebendig macht, sie formt und zusammenhält.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt worin die einzigartige Bestimmung Ihrer Organisation liegt? Was hält sie zusammen und was ist das gewisse Etwas, das sie von anderen unterscheidet?

Was genau ist nun Purpose oder Bestimmung?
  •  der einzigartige Beitrag, den eine Organisation am Markt und in der Gemeinschaft leistet
  • wird entdeckt, nicht erfunden: eine Bestimmung ist bereits da, muss aber wiederentdeckt und sichtbar gemacht werden
  • ist in der Geschichte der Organisation verschlüsselt, drückt sich in der Gegenwart aus und stellt den Schlüssel zur Zukunft dar
  • ist die Quelle einer Innovationskultur, weil es Zugehörigkeit und ein gemeinschaftliches Verständnis der Bedeutung unserer Arbeit schafft
Wozu brauchen wir Purpose bzw. eine Bestimmung?
  •  als Quelle von Energie, Inspiration und nachhaltiger Innovationskraft in einer Organisation
  • um Fokus, Leidenschaft und Engagement zu erhöhen
  • um neue Möglichkeiten zu eröffnen und sowohl materielle als auch immaterielle Assets zu nutzen
  • um eine schnelle und klare Entscheidungsfindung zu unterstützen
  • als wesentliche Komponente im Führungssystem
  • um Führungskräfte zu unterstützen, ihre Teams zu inspirieren

Was  bedeutet es nun konkret für eine Organisation, sich auf die Suche nach ihrer Bestimmung zu machen? Einer unserer Klienten, der CEO eines internationalen Technologieunternehmens, beschreibt seine Erfahrungen so:

„Nach vielen Jahren der Umstrukturierung und Kostenreduzierung war uns klar, dass wir wieder zu unserem Unternehmensgeist finden müssten, wollten wir die vielen Wachstumsgelegenheiten wahrnehmen, die sich im Technologie-Bereich bieten.

Durch den von nowhere vorgeschlagenen Prozess, der in uns unerwartete Kreativität und unentdeckte Glaubenssätze freisetze, entdeckten wir unsere Bestimmung wieder.

 Vier Jahre hat das Unternehmen seither expandiert und floriert auch wirtschaftlich. Unsere Bestimmung und unsere Werte sind die Messlatte für das Unternehmen weltweit. Wir haben dem Unternehmen seine Seele zurückgegeben. Wir wissen, was uns alle jeden Tag motiviert: Es ist die starke Identifikation mit unserer Bestimmung.“

 

Der organisatorische Backbone

 

 

Bestimmung und Werte, Ambition und Strategie, Marke und Geschichte bilden gemeinsam den Backbone einer Organisation. Er ist ein ganzheitliches Modell zur Definition der Einzigartigkeit einer Organisation.  Seine ikonische Form schafft den energetisch notwendigen Zusammenhalt, um eine Organisation darauf auszurichten, einen strategischen Durchbruch zu erzielen.

 

Um das kreative Potenzial der Menschen freizusetzen müssen sie sich mit der Beantwortung der „fünf großen Fragen“ beschäftigen, die Bezug zu den einzelnen Elementen des Backbone haben:

1.   Woher kommen wir? (Geschichte)
2.   Wo stehen wir jetzt? (Brand)
3.   Warum sind wir hier? (Purpose, Bestimmung)
4.   Wohin gehen wir? (Vision)
5.   Wie kommen wir dorthin? (Strategie)

 

 

 

Für viele der Organisationen, mit denen wir arbeiten konnten, ist der Backbone zu einem Symbol für Veränderung und Inspiration geworden – in den Worten eines Klienten:

 

„Eine der bemerkenswertesten Erfahrungen während meines bisherigen Beruflebens war, wie ein Unternehmen, das mit eiserner Konsequenz Marktanteilsgewinne und Kosteneinsparungsziele auf einem schwierigen Markt verfolgt, durch ein einfaches Symbol neue Energien erlangte und seither im tagtäglichen Geschäft jene Inhalte umsetzt, für die es steht.

 Der Backbone wurde einfach von selbst zum Symbol des Veränderungsprozesses, den wir angestrebt hatten – und damit fand er seinen Platz in unseren Herzen und in unserem Verstand.“

 

Wie entfalte ich die Magie des Augenblicks …?

Stellen Sie sich vor, jeder Augenblick ist eine Verpackung für Empfindungen und Wahrnehmungen, die ein magisches Geschenk für Sie bereithalten. Es handelt sich dabei um das Geschenk der Gegenwart. Sie haben die Wahl, dieses Geschenk auf dem Stapel „Vergangenheit“ abzulegen oder es für später auf dem Stapel „Zukunft“ aufzubewahren. Wenn Sie allerdings Zugang zur besonderen Kraft des gegenwärtigen Augenblicks haben, können Sie das Verpackungspapier wegreißen und das Geschenk sofort in Empfang nehmen.

Wie alle schönen Geschenke ist das Geschenk des Augenblicks ein sehr schlichtes. Sein Wesen liegt in der Wertschätzung. Allmählich gelingt es uns, die Schönheit, die uns umgibt, das Besondere in unseren Freunden und Kollegen zu schätzen. Und schlussendlich, wenn wir besonders viel Glück haben, fangen wir sogar damit an, uns selbst zu schätzen …

Die ersten beiden Absätze sind dem Buch The Way of Nowhere: 8 Questions to Release Our Creative Potential“ entnommen und beziehen sich darauf, wie wir präsenter werden können, ganz im Hier und Jetzt zu sein, das kreative Potenzial freizusetzen, das zwischen uns und allen Dingen existiert. Dieser Raum ist voller Potenzial – Potenzial für neue und tiefere Beziehungen, Potenzial für neuartiges Lernen und neue Einsichten und Potenzial für neue Ideen und Wege in die Zukunft.

Die Fähigkeit, die Magie des Augenblicks zu entfalten, bildet auch das Herzstück jeglicher unternehmerischer Kreativität. Sie hilft uns, die Pfade unserer vorgefassten Meinungen zu verlassen und schafft Platz für Neuerungen. In diesem höheren Zustand erreichen wir auch neue Ebenen der Wertschätzung füreinander und für uns selbst. Ohne diese Bewusstheit und gesteigerte Aufmerksamkeit verpassen wir häufig jene entscheidenden inspirierenden Momente, die zu neuen Einsichten und Durchbruchslösungen führen.
„To see a world in a grain of sand and a heaven in a wild flower, hold infinity in the palm of your hand and eternity in an hour“ (William Blake)

Dieses berühmte Zitat des englischen Dichters und Künstlers William Blake weist auf die Essenz dieser Quelle hin, uns und unsere Fähigkeit, die Magie jedes einzelnen Augenblicks zu entfalten. Wir alle tragen diese Fähigkeit in uns – und über den Weg der Achtsamkeit können wir lernen, Verantwortung dafür zu übernehmen, hier auf dieser Welt zu sein. Durch diese Fähigkeit lernen wir Kreativität als „Bewusstsein [kennen], das aus der kreativen Spannung zwischen den Möglichkeiten und Begrenzungen entsteht“.

Achtsamkeit ist entspannte Aufmerksamkeit

Achtsam sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und „das ganze Bild“ aufnehmen. Achtsamkeit ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B. gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also nicht auf Bekanntes beziehen können.

In seinem Blog-Artikel „Warum Führungskräfte Achtsamkeit bei ihrer Arbeit brauchen“ beschreibt Roland Kopp-Wichmann sehr schön die verschiedenen Facetten und positiven Auswirkungen von Achtsamkeit und gibt auch praktische Hinweise, was vor allem Führungskräfte tun können, um bei ihrer Arbeit achtsamer zu sein.

Die innere Stille erleben

Zurück zum gegenwärtigen Augenblick, zurück ins Jetzt – eines der besten Bücher zu diesem Thema ist der Bestseller von Eckhart Tolle „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart Aus dem Buchumschlag: Wer das „Leben im Jetzt“ praktiziert, verändert damit seine Wahrnehmung der Welt von Grund auf: Stück für Stück lösen sich die aus unserer persönlichen Vergangenheit stammenden psychologischen Muster auf… Wir gewinnen an Lebendigkeit und Frische, das tägliche Leben mit all seinen kleinen und großen Herausforderungen gelingt besser. Mühelosigkeit und Leichtigkeit stellen sich ein.

In vielen alten Weisheitslehren ist das Leben im „Jetzt“ der ultimative Seinszustand und wird oftmals mit Erleuchtung gleichgesetzt. „Bless the presence“ heißt es in der Huna-Tradition der hawaianischen Schamanen. Den „inneren Dialog“ anhalten ist das Ziel der toltekischen Lehren des Don Juan (siehe die Bücher von Carlos Castaneda). Auch bei der Methode der „Quantenheilung“ von Frank Kinslow geht es im Kern darum, „in den heilsamen Zustand des reinen Gewahrseins zu gelangen“.

Die Energie der Präsenz

Manche Menschen verfügen von Natur aus über diese Fähigkeit, andere lernen, sie zu entwickeln. Einige Zweige der Psychotherapie sowie Beratungs- und Coachingarbeit bieten wirksame Methoden, um diese Fähigkeit zu erhöhen. Menschen, die diese Fähigkeit vervollkommnet haben, besitzen eine auffallende Anziehungskraft, da sie hinter die Kulissen des Lebens blicken können. Sie lassen sich nicht so stark von der Form der Dinge beeindrucken, wie der Rest von uns. Worte, Handlungen oder Verhaltensweisen können sie nicht ablenken oder in die Irre führen.

Hinter diesen Äußerlichkeiten liegt unser eigentliches Selbst, unser wahrer Kern. Wer wirklich präsent ist, ist sich seines wahren Wesens um vieles bewusster und nimmt dies auch bei den Menschen in seinem Umfeld wahr. Wer im gegenwärtigen Augenblick lebt, achtet darauf, wie es den anderen geht und wie die Beziehungen untereinander verlaufen. Die Einfühlsamsten können mittels ihrer Fertigkeit und Empathie benennen, was sie sehen und so einen Ausgleich zwischen der Form und dem wahren Wesen schaffen.

Wir alle haben das Potenzial, uns in die Menschen in unserem Umfeld soweit einzufühlen, dass wir ihre Gefühle fühlen und ihre Gedanken denken können. Wir können lernen, einander so zuzuhören, als würden wir einem Teil unsers Selbst zuhören. Wenn diese Fähigkeit vollends zum Tragen kommt, kann das zutiefst verblüffend sein, ja beinahe mystisch wirken.

Die rationalen, analytischen Informationen, die unsere Wahrnehmung beherrschen (wenn wir es zulassen), sind ungeheuer wertvoll. Dennoch müssen wir, um tatsächlich unter die Oberfläche des Lebens zu schauen, ein Gleichgewicht zwischen dem Rationalen und der Intuition herstellen. Der Schlüssel dazu liegt in unserer Wahrnehmungsintelligenz. „Wahrnehmungsintelligenz“ bezeichnet unser Bewusstsein dafür, was über unsere fünf Sinne vor sich geht – was wir sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Wir verfügen auch über andere, feinere Sinne, die die Wahrnehmung des Augenblicks bereichern können – etwa die Art, wie sich unsere Haut anfühlt, die starken inneren Rhythmen unseres Herzschlags und Pulses, unsere Selbstwahrnehmung, wenn wir uns durch Zeit und Raum bewegen, oder das Gefühl für unser inneres Selbst.
Im Gegensatz zu unserer rationalen Intelligenz basiert unsere Wahrnehmungsintelligenz definitionsgemäß auf dem Hier und Jetzt. Wir sehen jetzt, wir hören jetzt, wir schmecken jetzt. Während wir lernen, uns auf jene Informationen zu konzentrieren, die durch unsere Sinne auf uns einwirken, können wir einen Ausgleich zwischen dem Analytischen und dem Wahrnehmenden herbeiführen und Raum für unsere Intuition schaffen.

Dazu müssen wir unseren inneren Dialog zum Stillstand bringen, jenes unaufhörliche innere Geschwätz, das uns dazu verleitet, alles was wir denken oder fühlen, mit dem zu verwechseln, wer wir wirklich sind. Wenn wir darüber Kontrolle übernehmen und Ruhe in uns selbst finden, haben wir Zugang zu einer tieferen Quelle des Glücks – einer Quelle, die unser leuchtendes Selbst erhellt.