The Wheel of 8 Questions

In unserem „8 Questions Leadership Programm“ dreht sich alles um das „Wheel of 8 Questions“ – das Rad der 8 Fragen.

 

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Bereits 2 mal konnten wir das 8 Questions Leadership Programm auch in Österreich durchführen – im April 2013 starten wir den dritten Durchgang (Folder zum Download).

Die 8 Fragen, Kernstück des Programms, helfen uns, über unser intellektuelles Wissen hinauszugehen und unser Leben und unsere Arbeit als Lernerfahrung und kreatives Abenteuer zu erleben. Sie unterstützen uns dabei, unsere beschränkenden Sichtweisen und Muster zu durchbrechen und zu neuen Einsichten vorzudringen, die Inspiration, Kreativität und Innovation hervorrufen. Ein erprobtes Set von Vorgehensweisen und Mikro-Skills unterstützt dabei in der wirkungsvollen Umsetzung – sowohl auf der persönlichen Ebene, als auch bei der Anwendung in Teams, Unternehmen und Organisationen.

Im folgenden Video sprechen Nic Turner und Nick Udall – Co-Authoren des Buches „the Way of nowhere“ wie das „Wheel of 8 Questions“ Führungskräften und Change Agents helfen kann, Wege und Interventionen zu gestalten, die das kreative Potenzial von Menschen, Teams und ganzen Organisationen freisetzt.

 

The Power of Purpose – Quelle von Inspiration und Innovation

Eine der faszinierendsten Erfahrungen, die wir im Laufe der vielen Jahre unserer Beratungstätigkeit gemacht haben, war die Tatsache, wie unterschiedlich und oftmals austauschbar Begriffe und Konzepte wie „Mission“, „Vision“, „Bestimmung“, „DNA“ oder „Ambition“ verwendet werden. Häufig verkommen diese Konzepte dabei zu sinnentleerten Phrasen oder Werbeslogans.

Das Konzept, das sich in unseren Augen vom Rest der genannten Schlagwörter abhebt, ist jenes, das im Begriff „Purpose“ mitschwingt (am ehesten mit „Bestimmung“ zu übersetzen). Wir denken uns eine Bestimmung nicht aus. Wir können sie entdecken oder wiederentdecken. Sie ist jene treibende Kraft, die Organisationen lebendig macht, sie formt und zusammenhält.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt worin die einzigartige Bestimmung Ihrer Organisation liegt? Was hält sie zusammen und was ist das gewisse Etwas, das sie von anderen unterscheidet?

Was genau ist nun Purpose oder Bestimmung?
  •  der einzigartige Beitrag, den eine Organisation am Markt und in der Gemeinschaft leistet
  • wird entdeckt, nicht erfunden: eine Bestimmung ist bereits da, muss aber wiederentdeckt und sichtbar gemacht werden
  • ist in der Geschichte der Organisation verschlüsselt, drückt sich in der Gegenwart aus und stellt den Schlüssel zur Zukunft dar
  • ist die Quelle einer Innovationskultur, weil es Zugehörigkeit und ein gemeinschaftliches Verständnis der Bedeutung unserer Arbeit schafft
Wozu brauchen wir Purpose bzw. eine Bestimmung?
  •  als Quelle von Energie, Inspiration und nachhaltiger Innovationskraft in einer Organisation
  • um Fokus, Leidenschaft und Engagement zu erhöhen
  • um neue Möglichkeiten zu eröffnen und sowohl materielle als auch immaterielle Assets zu nutzen
  • um eine schnelle und klare Entscheidungsfindung zu unterstützen
  • als wesentliche Komponente im Führungssystem
  • um Führungskräfte zu unterstützen, ihre Teams zu inspirieren

Was  bedeutet es nun konkret für eine Organisation, sich auf die Suche nach ihrer Bestimmung zu machen? Einer unserer Klienten, der CEO eines internationalen Technologieunternehmens, beschreibt seine Erfahrungen so:

„Nach vielen Jahren der Umstrukturierung und Kostenreduzierung war uns klar, dass wir wieder zu unserem Unternehmensgeist finden müssten, wollten wir die vielen Wachstumsgelegenheiten wahrnehmen, die sich im Technologie-Bereich bieten.

Durch den von nowhere vorgeschlagenen Prozess, der in uns unerwartete Kreativität und unentdeckte Glaubenssätze freisetze, entdeckten wir unsere Bestimmung wieder.

 Vier Jahre hat das Unternehmen seither expandiert und floriert auch wirtschaftlich. Unsere Bestimmung und unsere Werte sind die Messlatte für das Unternehmen weltweit. Wir haben dem Unternehmen seine Seele zurückgegeben. Wir wissen, was uns alle jeden Tag motiviert: Es ist die starke Identifikation mit unserer Bestimmung.“

 

Der organisatorische Backbone

 

 

Bestimmung und Werte, Ambition und Strategie, Marke und Geschichte bilden gemeinsam den Backbone einer Organisation. Er ist ein ganzheitliches Modell zur Definition der Einzigartigkeit einer Organisation.  Seine ikonische Form schafft den energetisch notwendigen Zusammenhalt, um eine Organisation darauf auszurichten, einen strategischen Durchbruch zu erzielen.

 

Um das kreative Potenzial der Menschen freizusetzen müssen sie sich mit der Beantwortung der „fünf großen Fragen“ beschäftigen, die Bezug zu den einzelnen Elementen des Backbone haben:

1.   Woher kommen wir? (Geschichte)
2.   Wo stehen wir jetzt? (Brand)
3.   Warum sind wir hier? (Purpose, Bestimmung)
4.   Wohin gehen wir? (Vision)
5.   Wie kommen wir dorthin? (Strategie)

 

 

 

Für viele der Organisationen, mit denen wir arbeiten konnten, ist der Backbone zu einem Symbol für Veränderung und Inspiration geworden – in den Worten eines Klienten:

 

„Eine der bemerkenswertesten Erfahrungen während meines bisherigen Beruflebens war, wie ein Unternehmen, das mit eiserner Konsequenz Marktanteilsgewinne und Kosteneinsparungsziele auf einem schwierigen Markt verfolgt, durch ein einfaches Symbol neue Energien erlangte und seither im tagtäglichen Geschäft jene Inhalte umsetzt, für die es steht.

 Der Backbone wurde einfach von selbst zum Symbol des Veränderungsprozesses, den wir angestrebt hatten – und damit fand er seinen Platz in unseren Herzen und in unserem Verstand.“

 

Four Ways of Knowing – über den Verstand hinaus

Unser Verstand ist ein mächtiges Instrument. Geschult und trainiert von klein auf hilft er uns unsere Tagesgeschäfte zu verrichten, Probleme lösen, Urlaube zu planen und im Supermarkt einzukaufen (obwohl da auch manchmal unser Bauch mitentscheidet).

Wir verlassen uns in den meisten Situationen auf unseren Verstand, wir sind stolz auf unsere intellektuellen Fähigkeiten. Aber wenn es um wichtige Entscheidungen geht, lässt uns unser Verstand oft im Stich und wir müssen akzeptieren, dass uns oftmals nicht genug Informationen zur Verfügung stehen, dass es unserem „Computer“ an zuverlässigen Daten mangelt, um logische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was tun wir dann? Wir verlassen uns auf unser Gefühl, hören auf unseren Bauch und fühlen uns dabei oft unwohl. Dabei haben wir nur vergessen, dass wir über viel mehr Fähigkeiten verfügen, um zu „wissen“, dass wir diese unterdrücken oder besser verlernten Fähigkeiten nur wieder trainieren und ihnen vertrauen müssen, um bessere Entscheidungen zu treffen und kreativere Lösungen für unsere Probleme zu finden.

Ein Teil unserer Arbeit mit Klienten ist, sie auf jene Weisen des „Wissens“ hinzuweisen und es sie erfahren zu lassen, die jenseits unseres Verstandes liegen.
Wir unterscheiden dabei

„Four Ways of Knowing“ – 4 Wege des Wissens

 

  • Intuitives Erkennen und Wissen
  • Empfinden und emotionales Wissen
  • Fühlen und körperliches Wissen
  • Denken und kognitives Wissen

 

Intuitives Erkennen und Wissen

Intuitives Erkennen und Wissen bedeutet, uns Wahrnehmungen jenseits unserer fünf Sinne zu öffnen und dabei auf Einsichten oder Ideen zu achten, die oft spontan und unerwartet auftauchen. Intuition ist eine wertvolle Quelle für Informationen und eine Fähigkeit, die jeder lernen und entwickeln kann – indem wir z.B. auf Bilder, Träume, Symbole und Vorahnungen achten.

Empfinden und emotionales Wissen

Emotionales Wissen beschreibt das Erkennen und Wissen, dass wir durch unsere Gefühle und Emotionen erlangen. Sie sind eine mächtige Quelle für Informationen, die unsere eigenen Reaktionen betreffen, über andere Menschen und über das, was rund um uns passiert.

Fühlen und körperliches Wissen

Körperliches Wissen ist jenes, das wir durch unsere Körper erlangen. Wenn wir auf unsere körperlichen Empfindungen im gegenwärtigen Augenblick achten, können wir nützliche Informationen über uns selbst, andere Menschen und unsere Umgebung empfangen. Die Neurowissenschaften bestätigen, dass wir unsere Fähigkeit zu erkennen und zu wissen erweitern können, wenn wir lernen, auf unsere Sinne und unseren Körper zu hören. Dadurch können wir auch die Qualität unserer Beziehungen und unser Wohlbefinden erhöhen.

Denken und kognitives Wissen

Beim Denken liegt der Schwerpunkt auf unseren mentalen, intellektuellen und kognitiven Fähigkeiten. Diese sind besonders nützlich, wenn es darum geht, Ereignisse und Erfahrungen zu interpretieren, Daten zu analysieren und logische Abläufe zu planen. Die Ausbildung in unseren Schulen und Universitäten, ebenso wie professionelles Training, bevorzugen kognitives Wissen – manchmal auf Kosten und zum Nachteil der anderen Wege des Wissens.

Wir haben gelernt, unser Denken sei wichtiger als unser Fühlen. Andererseits brauchen wir nur unsere Fähigkeit des Fühlens und Spürens entwickeln – ohne immer über alles nachzudenken und uns gar zu sehr auf das zu stützen, was wir mit den Augen sehen oder mit dem Verstand begreifen.
In unserer stark rationalen, technologiegeprägten Zeit ist es eine große Herausforderung, unseren Gefühlen, Intuitionen und Imaginationen wieder zu trauen.

Oder wie ein altes Sprichwort lautet:

„The mind is a good servant but a bad master“

Ich möchte jetzt gar nicht darauf eingehen, wohin uns unsere geistigen Fähigkeiten gebracht haben – im Positiven wie im Negativen. Aber unsere anstehenden Probleme werden wir nicht mehr nur mit unserem Intellekt lösen können. Oder wie Einstein sagte:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“

Kreativität als zentrale Führungsqualität – IBM Global CEO Study

Wie reagieren Führungskräfte auf ein Wettbewerbs- und Wirtschaftsumfeld, das  sich ständig und drastisch verändert? Um das herauszufinden  hat IBM 2010 im Rahmen der „Global CEO Study“ persönliche Gespräche mit 1.541 CEOs und Führungskräften aus Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor auf der ganzen Welt geführt. Diese Gespräche lieferten wertvolle Einblicke in die Agenda und Maßnahmen von Führungskräften weltweit. Die Studie brachte eine neue vorrangige Herausforderung zutage: Komplexität. Die CEOs sind der Meinung, dass die Welt, in der sie agieren, sehr viel dynamischer, unsicherer und komplexer geworden ist. Viele teilen die Ansicht, dass schrittweise realisierte Veränderungen in einer Welt, die völlig anders funktioniert als bisher, nicht mehr genügen. Aus den Gesprächen kristallisierten sich vier grundlegende Erkenntnisse heraus:

Die Komplexität wird künftig weiter zunehmen, und mehr als die Hälfte der CEOs hat Zweifel, ob sie diese Komplexität beherrschen können. 79 Prozent der CEOs rechnen damit, dass die Welt noch komplexer wird. Ein Teil der Unternehmen – als „Standouts“ bezeichnet – hat es jedoch in den letzten  Jahren geschafft, die steigende Komplexität in einen finanziellen Vorteil umzumünzen.

Kreativität ist den CEOs zufolge die wichtigste Führungsqualität. Die CEOs herausragender Unternehmen praktizieren und fördern Experimentierfreude und Innovation im gesamten Unternehmen. Kreative Führungskräfte planen aktiv tiefgreifendere Änderungen an ihrem Geschäftsmodell. Um erfolgreich zu sein, gehen sie besser kalkulierte Risiken ein, suchen nach neuen Ideen und sorgen für einen ständig innovativen Führungs- und Kommunikationsstil.

Die erfolgreichsten Unternehmen entwickeln Produkte und Services gemeinsam mit Kunden und binden ihre Kunden in Kernprozesse ein. Sie nutzen neue Kommunikationskanäle, um ihre Kunden einzubeziehen und sich stets an deren Wünschen und Bedürfnissen zu orientieren. Erfolgreiche CEOs gewinnen mehr Erkenntnisse aus den verfügbaren Daten und räumen der Kunden- nähe höchste Priorität ein.

Erfolgreichere CEOs managen Komplexität für ihr eigenes Unternehmen, ihre Kunden und ihre Partner. Das gelingt ihnen, indem sie Abläufe und Produkte vereinfachen und geschickter dabei vorgehen, Arbeitsweisen zu ändern, Zugang zu Ressourcen zu erhalten und weltweit in neue Märkte einzutreten. Im Vergleich zu anderen CEOs erwarten diese geschickter agierenden CEOs künftig 20 Prozent mehr Umsatz aus neuen Quellen.

Wie CEOs Komplexität zu ihrem Vorteil einsetzen können

Die Folgen wachsender Komplexität verlangen von CEOs und deren Teams, ihr Unternehmen mit ausgeprägter Kreativität zu führen, den Kontakt zu Kunden auf ideenreiche Weise zu pflegen und ihe Abläufe schnell und flexibel zu machen  um ihr Unternehmen für den Erfolg im 21. Jahrhundert zu rüsten.

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Inwiefern unterscheiden sich nun diese von den früheren Zielen der CEOs, jetzt da sie die wachsende Komplexität als größte Herausforderung in der neuen Wirtschaftswelt erkannt haben? Früher wussten die CEOs um die Notwendigkeit der Geschäftsmodell-Innovation. Heute haben sie Mühe, die für diese Innovation nötigen kreativen Führungsqualitäten zu finden. Früher mussten sie eigenen Angabe zufolge mehr Kundennähe erreichen. Heute müssen sie noch viel weiter gehen und die Kunden in ihr Unternehmen einbeziehen. Die globale Integration ist zwar kein ganz neues Ziel, doch den CEOs wird klar, dass sie auch dabei noch einen Schritt weiter gehen und ihre operative Agilität insgesamt verbessern müssen. Um Komplexität zum Vorteil ihres Unternehmens einzusetzen, müssen CEOs:

Kreativität zur zentralen Fähigkeit entwickeln

Interessant ist, dass CEOs in einer erheblich komplexer werdenden Welt Kreativität als wichtigste Führungsqualität genannt haben. Kreative Führungskräfte heißen revolutionäre Innovationen willkommen, ermutigen andere, ausgetretene Pfade zu verlassen, und gehen kalkulierte Risiken ein. Sie sind offen und einfallsreich, wenn  es um die Ausweitung ihres Führungs- und Kommunikationsstils geht, vor allem im Austausch mit einer neuen Generation von Mitarbeitern, Partnern und Kunden.

Eine neue Qualität der Kundenbeziehung erreichen

In einer in hohem Maße vernetzten Welt räumen CEOs der Kundennähe einen höheren Stellenwert als je zuvor ein. Die Globalisierung hat in Verbindung mit dem drastisch gestiegenen Informationsangebot dazu beigetragen, dass Kunden heute sehr viel mehr Möglichkeiten offenstehen. Die CEOs gaben an, dass die ständige Interaktion mit Kunden und deren Mitwirkung an der Entwicklung von Produkten  und Services zur Differenzierung ihres Unternehmens von Mitbewerbern beitragen. Sie betrachten die „Informationsexplosion“ als ihre größte Chance, wenn es darum geht, profunde Erkenntnisse über ihre Kunden zu gewinnen.

Operative Agilität entwickeln

CEOs gestalten ihre Abläufe neu, um stets handlungsbereit zu sein, wenn Chancen oder Herausforderungen auftauchen. Sie vereinfachen oder kaschieren auch manchmal Komplexität, die sich in ihrem Einflussbeeich befindet, und helfen ihen Kunden dabei, dasselbe zu tun. Flexible Kostenstrukturen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Partnern ermöglichen ihnen die schnelle Anpassung in alle Richtungen.

Kreativität zur zentralen Fähigkeit entwickeln

CEOs wissen heute, dass Kreativität wichtiger ist als andere Führungsqualitäten. Kreative Führungskräfte fühlen sich  in einem experimentierfreudigen Umfeld ohne eindeutige Antworten wohl. Um eine neue Generation zu erreichen und zu inspirieren, wenden sie völlig neue Methoden der Führung und Interaktion an.

Permanente Innovation und Neuerfindung in den Mittelpunkt stellen

Das Ausmaß an Schwierigkeiten, das CEOs erwarten, basierend auf der enormen Komplexität in ihrem Umfeld, hat sie an einen Wendepunkt gebracht. Gefragt nach den drei wichtigsten Führungsqualitäten in der neuen Wirtschaftswelt nach Prioritäten zu ordnen, nannten sie Kreativität häufger als jede andere zur Auswahl stehende Eigenschaft.

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 Abbildung: die wichtigsten Führungsqualitäten

Kreativität wird häufig als Fähigkeit definiert, etwas Neues oder Andes zu schaffen. Die CEOs haben diese Definition jedoch ausgeweitet. Kreativität ist die Grundlage für „radikale Innovation und ständige Neuerfindung“, wie es der CEOeines Beratungsunternehmens aus den USA formulierte. Das erfordert mutige, bahnbrechende Ideen. Laut den befragten CEOs müssen Führungskräfte bereit sein, den Status quo zu ändern, selbst wenn er erfolgreich ist. Sie müssen sich dafür einsetzen und bereit sein, ständig zu experimentieren.

Das kreative, selbsterneuernde Unternehmen erschaffen

CEOs von herausragenden Unternehmen wissen, dass kontinuierliche Veränderungen heute die Norm sind. Es reicht jedoch nicht, wenn nur sie selbst auf diese Veränderungen eingestellt sind. Sie müssen ihr ganzes Unternehmen zum Katalysator für Kreativität machen. Die meisten Führungsteams benötigen dafür völlig neue Fähigkeiten. Ein CEO aus der Medien- und Unterhaltungsbranche in den USA brachte dies wie folgt auf den Punkt: „Wir müssen Kreativität nicht nur erkennen, sondern auch belohnen.“

Die CEOs haben erkannt, dass sie Kreativität im gesamten Unternehmen fördern müssen, anstatt nur einzelne kreative Köpfe in bestimmten Abteilungen wie dem Produktdesign herauszupicken. Um von der Vielfalt an Ideen zu profitieen, mit denen jeder Mitarbeiter seinen Beitrag für das Unternehmen leisten kann, unterstützen Standouts eine neue Einstellung, die alles in Frage stellt. Sie fordern ihre Mitarbeiter auf allen Ebenen auf, Annahmen zu hinterfragen, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit basieren, und Vorgehensweisen, die „schon immer“ praktiziert wurden, auf den Prüfstand zu stellen.

Nicht nur der Führungsstil hat sich geändert – auch der Kommunikationsstil. Für die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern setzen die CEOs und ihre Teams neue Kommunikationskanäle wie digitale Medien und soziale Netzwerke ein und werten die Ergebnisse aus.Standouts verwenden einen ausgewogeneren Kommunikationsmix. Sie bestätigen, dass die hierarchische Kommunikation „von oben nach unten“ nach wie vor wichtig ist, insbesondere um den Zweck von Maßnahmen und die Werte des Unternehmens zu verdeutlichen. Sie nutzen jedoch auch „virale“ Formen der Kommunikation, um alle Beteiligten innerhalb und außerhalb ihres Unternehmens einzubeziehen.

Empfehlungen

Die CEOs von heute wissen, dass Kreativität unerlässlich ist und das ganze Unternehmen durchdringen muss. Kreative Führungskräfte – zu denen CEOs und ihre Teams gehören – sind mutig und visionär genug, um Entscheidungen zu treffen, die den Status quo umstürzen. Zudem setzen sie verstärkt eine Vielzahl innovativer Kommunikationsmittel ein, um sich mit einer neuen Generation auszutauschen.

Fördern Sie Kreativität in jeder Art und Weise

Überwinden Sie Barrieren. Holen Sie kreative Elemente Ihres Unternehmens aus abgeschotteten Bereichen heraus und integrieren Sie sie, um sie allen zugänglich  zu machen. Gehen Sie unkonventionelle Partnerschaften ein. Sorgen Sie für den proaktiven Wissensaustausch und die Zusammenarbeit mit Beteiligten innerhalb  und außerhalb des Unternehmens. Beseitigen Sie alle Hürden, die der Kommunika-tion im Wege stehen, damit Sie besser mit dem Unbekannten umgehen können.

Seien Sie Vorbild für bahnbrechende Ideen. Praktizieren und fördern Sie Experimentierfreude auf allen Ebenen des Unternehmens. Drängen Sie mit revolutionären Innovationen, die Ihr Unternehmen von der breiten Masse abheben, an die Spitze. Analysieren und hinterfragen Sie, was andere tun – spüren Sie Technologie- und Kundentrends auf. Erarbeiten Sie Szenarien, um Reaktionen auf verschiedene künftige Gegebenheiten zu planen.

Handeln Sie trotz Ungewissheit. Kämpfen Sie gegen den natürlichen Drang an, auf Klarheit und Stabilität zu warten. Es kann sich bezahlt machen, kalkulierte Risiken einzugehen, während andere noch zögern. Finden Sie einen kreativen Weg, um Komplexität in einen Vorteil zu wandeln. Verlassen Sie sich auf tief empfundene Werte und ein klar definiertes Ziel, um die Zuversicht und Überzeugun zu er- reichen, die nötig sind, um Chancen in einem knappen Zeitfenster zu ergreifen.

Nutzen Sie die Chancen neuer Geschäftsmodelle

Erproben Sie radikale Innovationen. Animieren Sie das Managementteam dazu, das Muster vorhandener Geschäftsmodelle aufzubrechen. Verfolgen Sie den Green-Field-Ansatz – Was würden Sie tun, wenn Sie neu wären und nichts von traditionellen „Altlasten“ wüssten? Stellen Sie scheinbar unstrittige Branchenpraktiken in Frage. Auch wenn Sie glauben, die Antwort schon zu kennen, fragen Sie nochmals „warum“.

Hinterfragen Sie bewährte Erfolgsmodelle. Steigern Sie die individuelle Anpassung ins Extreme. Bewerten Sie Ihr Unternehmens-, Branchen- und Umsatzmodell ständig neu, um herauszufnden, was am besten funktioniert. Schauen Sie stets nach vorne und seien Sie bereit, bei Bedarf Anpassungen in alle Richtungen vorzunehmen. Fördern Sie eine Einstellung, die sich niemals mit dem Ergebnis  „gut genug“ zufrieden gibt.

Lernen Sie von den Erfolgen anderer Branchen. Lernen Sie von den kreativen Leistungen außerhalb Ihrer Branche und lassen Sie sich davon inspirieren. Besprechen Sie regelmäßig Fallbeispiele aus anderen Branchen bei den Meetings  Ihres Managementteams. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden im Hinblick auf Kunden- und Technologietrends, die andere Branchen grundlegend verändern,  und überlegen Sie, wie Sie sich diese Trends zunutze machen könnten.

Lassen Sie tradierte Führungsstile hinter sich

Setzen Sie auf die Fähigkeit, zu überzeugen und zu beeinflussen. Auch wenn  es ungewohnt ist: Führen Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie zusammen mit Ihnen auf  ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Trauen Sie sich, ein gewisses Maß an Kontrolle abzugeben, um mehr gegenseitiges Vertrauen im gesamten Unternehmen zu schaffen. Präsentieren Sie nicht Ihre Logik – entdecken Sie die Logik zusammen  mit Ihrem Team.

Coachen Sie andere Führungskräfte. Regen Sie die Fantasie anderer an. Sorgen  Sie mittels formeller und informeller Schulungen dafür, dass das Streben nach  Kreativität zum zentralen Bestandteil der Mission Ihres Unternehmens wird. Fordern Sie jedes Team auf, Kreativität vorrangig zu behandeln, und unterstützen und belohnen Sie Mitarbeiter, die gewohntes Terrain verlassen und Innovation schaffen.

Nutzen Sie die Chancen innovativer Kommunikation. Ersetzen Sie verstärkt die  hierarchische Kommunikation von oben nach unten durch weniger formelle, innovativere Kommunikationswege. Akzeptieren Sie es, dass für Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen Blogs, Internetseiten, Instant Messaging und soziale Netzwerke glaubwürdiger – und oft auch schneller – als die traditionelle Top-down-Kommunikation sind. Seien Sie offener, wenn es darum geht, Interessengruppen den Kontakt zu Ihnen zu ermöglichen.

Download der Studie:

Be present – die Magie des Augenblicks nutzen

Wie entfalte ich die Magie des Augenblicks …?

Stellen Sie sich vor, jeder Augenblick ist eine Verpackung für Empfindungen und Wahrnehmungen, die ein magisches Geschenk für Sie bereithalten. Es handelt sich dabei um das Geschenk der Gegenwart. Sie haben die Wahl, dieses Geschenk auf dem Stapel „Vergangenheit“ abzulegen oder es für später auf dem Stapel „Zukunft“ aufzubewahren. Wenn Sie allerdings Zugang zur besonderen Kraft des gegenwärtigen Augenblicks haben, können Sie das Verpackungspapier wegreißen und das Geschenk sofort in Empfang nehmen.

Wie alle schönen Geschenke ist das Geschenk des Augenblicks ein sehr schlichtes. Sein Wesen liegt in der Wertschätzung. Allmählich gelingt es uns, die Schönheit, die uns umgibt, das Besondere in unseren Freunden und Kollegen zu schätzen. Und schlussendlich, wenn wir besonders viel Glück haben, fangen wir sogar damit an, uns selbst zu schätzen …

Die ersten beiden Absätze sind dem Buch The Way of Nowhere: 8 Questions to Release Our Creative Potential“ entnommen und beziehen sich darauf, wie wir präsenter werden können, ganz im Hier und Jetzt zu sein, das kreative Potenzial freizusetzen, das zwischen uns und allen Dingen existiert. Dieser Raum ist voller Potenzial – Potenzial für neue und tiefere Beziehungen, Potenzial für neuartiges Lernen und neue Einsichten und Potenzial für neue Ideen und Wege in die Zukunft.

Die Fähigkeit, die Magie des Augenblicks zu entfalten, bildet auch das Herzstück jeglicher unternehmerischer Kreativität. Sie hilft uns, die Pfade unserer vorgefassten Meinungen zu verlassen und schafft Platz für Neuerungen. In diesem höheren Zustand erreichen wir auch neue Ebenen der Wertschätzung füreinander und für uns selbst. Ohne diese Bewusstheit und gesteigerte Aufmerksamkeit verpassen wir häufig jene entscheidenden inspirierenden Momente, die zu neuen Einsichten und Durchbruchslösungen führen.
„To see a world in a grain of sand and a heaven in a wild flower, hold infinity in the palm of your hand and eternity in an hour“ (William Blake)

Dieses berühmte Zitat des englischen Dichters und Künstlers William Blake weist auf die Essenz dieser Quelle hin, uns und unsere Fähigkeit, die Magie jedes einzelnen Augenblicks zu entfalten. Wir alle tragen diese Fähigkeit in uns – und über den Weg der Achtsamkeit können wir lernen, Verantwortung dafür zu übernehmen, hier auf dieser Welt zu sein. Durch diese Fähigkeit lernen wir Kreativität als „Bewusstsein [kennen], das aus der kreativen Spannung zwischen den Möglichkeiten und Begrenzungen entsteht“.

Achtsamkeit ist entspannte Aufmerksamkeit

Achtsam sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und „das ganze Bild“ aufnehmen. Achtsamkeit ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B. gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also nicht auf Bekanntes beziehen können.

In seinem Blog-Artikel „Warum Führungskräfte Achtsamkeit bei ihrer Arbeit brauchen“ beschreibt Roland Kopp-Wichmann sehr schön die verschiedenen Facetten und positiven Auswirkungen von Achtsamkeit und gibt auch praktische Hinweise, was vor allem Führungskräfte tun können, um bei ihrer Arbeit achtsamer zu sein.

Die innere Stille erleben

Zurück zum gegenwärtigen Augenblick, zurück ins Jetzt – eines der besten Bücher zu diesem Thema ist der Bestseller von Eckhart Tolle „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart Aus dem Buchumschlag: Wer das „Leben im Jetzt“ praktiziert, verändert damit seine Wahrnehmung der Welt von Grund auf: Stück für Stück lösen sich die aus unserer persönlichen Vergangenheit stammenden psychologischen Muster auf… Wir gewinnen an Lebendigkeit und Frische, das tägliche Leben mit all seinen kleinen und großen Herausforderungen gelingt besser. Mühelosigkeit und Leichtigkeit stellen sich ein.

In vielen alten Weisheitslehren ist das Leben im „Jetzt“ der ultimative Seinszustand und wird oftmals mit Erleuchtung gleichgesetzt. „Bless the presence“ heißt es in der Huna-Tradition der hawaianischen Schamanen. Den „inneren Dialog“ anhalten ist das Ziel der toltekischen Lehren des Don Juan (siehe die Bücher von Carlos Castaneda). Auch bei der Methode der „Quantenheilung“ von Frank Kinslow geht es im Kern darum, „in den heilsamen Zustand des reinen Gewahrseins zu gelangen“.

Die Energie der Präsenz

Manche Menschen verfügen von Natur aus über diese Fähigkeit, andere lernen, sie zu entwickeln. Einige Zweige der Psychotherapie sowie Beratungs- und Coachingarbeit bieten wirksame Methoden, um diese Fähigkeit zu erhöhen. Menschen, die diese Fähigkeit vervollkommnet haben, besitzen eine auffallende Anziehungskraft, da sie hinter die Kulissen des Lebens blicken können. Sie lassen sich nicht so stark von der Form der Dinge beeindrucken, wie der Rest von uns. Worte, Handlungen oder Verhaltensweisen können sie nicht ablenken oder in die Irre führen.

Hinter diesen Äußerlichkeiten liegt unser eigentliches Selbst, unser wahrer Kern. Wer wirklich präsent ist, ist sich seines wahren Wesens um vieles bewusster und nimmt dies auch bei den Menschen in seinem Umfeld wahr. Wer im gegenwärtigen Augenblick lebt, achtet darauf, wie es den anderen geht und wie die Beziehungen untereinander verlaufen. Die Einfühlsamsten können mittels ihrer Fertigkeit und Empathie benennen, was sie sehen und so einen Ausgleich zwischen der Form und dem wahren Wesen schaffen.

Wir alle haben das Potenzial, uns in die Menschen in unserem Umfeld soweit einzufühlen, dass wir ihre Gefühle fühlen und ihre Gedanken denken können. Wir können lernen, einander so zuzuhören, als würden wir einem Teil unsers Selbst zuhören. Wenn diese Fähigkeit vollends zum Tragen kommt, kann das zutiefst verblüffend sein, ja beinahe mystisch wirken.

Die rationalen, analytischen Informationen, die unsere Wahrnehmung beherrschen (wenn wir es zulassen), sind ungeheuer wertvoll. Dennoch müssen wir, um tatsächlich unter die Oberfläche des Lebens zu schauen, ein Gleichgewicht zwischen dem Rationalen und der Intuition herstellen. Der Schlüssel dazu liegt in unserer Wahrnehmungsintelligenz. „Wahrnehmungsintelligenz“ bezeichnet unser Bewusstsein dafür, was über unsere fünf Sinne vor sich geht – was wir sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Wir verfügen auch über andere, feinere Sinne, die die Wahrnehmung des Augenblicks bereichern können – etwa die Art, wie sich unsere Haut anfühlt, die starken inneren Rhythmen unseres Herzschlags und Pulses, unsere Selbstwahrnehmung, wenn wir uns durch Zeit und Raum bewegen, oder das Gefühl für unser inneres Selbst.
Im Gegensatz zu unserer rationalen Intelligenz basiert unsere Wahrnehmungsintelligenz definitionsgemäß auf dem Hier und Jetzt. Wir sehen jetzt, wir hören jetzt, wir schmecken jetzt. Während wir lernen, uns auf jene Informationen zu konzentrieren, die durch unsere Sinne auf uns einwirken, können wir einen Ausgleich zwischen dem Analytischen und dem Wahrnehmenden herbeiführen und Raum für unsere Intuition schaffen.

Dazu müssen wir unseren inneren Dialog zum Stillstand bringen, jenes unaufhörliche innere Geschwätz, das uns dazu verleitet, alles was wir denken oder fühlen, mit dem zu verwechseln, wer wir wirklich sind. Wenn wir darüber Kontrolle übernehmen und Ruhe in uns selbst finden, haben wir Zugang zu einer tieferen Quelle des Glücks – einer Quelle, die unser leuchtendes Selbst erhellt.